Telekommunikationsausrüster
Alcatel-Lucent streicht 6000 Stellen

Der hochdefizitäre französisch-amerikanische Telekommunikationsausrüster Alcatel-Lucent hat ein weiteres hartes Sparprogramm angekündigt. 2009 und 2010 soll jeweils eine Milliarde Euro eingespart werden. Um das Ziel zu erreichen, soll die Zahl der leitenden Angestellten um 1 000 und die der Zeitarbeiter um 5 000 gesenkt werden.

HB PARIS. So will der neue Chef Ben Verwaayen bereits im kommenden Jahr die operative Gewinnschwelle erreichen, obwohl er für den Gesamtmarkt einen Rückgang zwischen acht und zwölf Prozent erwartet.

Alcatel-Lucent will den Angaben zufolge 2010 mit Hilfe der Sparmaßnahmen eine Bruttomarge im mittleren 30-Prozent-Bereich und eine operative Marge im mittleren einstelligen Prozentbereich erzielen. 2011 soll die Bruttomarge im mittleren bis hohen 30-er Bereich liegen, die operative Marge im mittleren bis hohen einstelligen Bereich. Unterm Strich sei aber noch kein Gewinn in Sicht, sagte Finanzchef Paul Tufano. Die Aktie fiel zum Handelsauftakt um mehr als zehn Prozent.

Alcatel hatte Lucent im November 2006 gekauft. Das fusionierte Unternehmen hat seitdem 4,84 Mrd. Euro Verlust gemacht. Im Oktober 2007 kündigte die inzwischen abgelöste Chefin Patricia Russo den Abbau von 16 500 Stellen an - 20 Prozent der Belegschaft. Bis zur Jahresmitte waren bereits 9 000 Jobs gestrichen. Nach früheren Angaben muss der Konzern 1,3 Mrd. Euro für seinen Umbau aufwenden. Der neue Konzernchef Verwaayen steht seit September an der Spitze des Unternehmens.

Als „böse Überraschung“ sieht Oddo Securities den Ausblick von Alcatel-Lucent auf 2009, demzufolge sich das Unternehmen in der Nähe des „Breakeven“-Punktes sieht. Analyst Vincent Maulay: „Ich habe meine Prognosen vor ein paar Tagen erst gesenkt, basierend auf einem gesenkten Ausblick, aber deren Prognosen sind noch vorsichtiger, als ich erwartet hatte.“ Die angekündigten strategischen Maßnahmen des neuen CEO deckten sich mit den Erwartungen von Oddo.

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