Terex-Tochter
Kranbauer Demag macht mehr Gewinn

Mit der Übernahme der Düsseldorfer Traditionsfirma hat der US-Baumaschinenkonzern Terex offenbar keinen Fehler gemacht. Der deutsche Kranbauer fuhr nun ein dickes Gewinnplus ein – dank gut gefüllter Auftragsbücher.
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DüsseldorfDie Übernahme des Kranbauers Demag Cranes erweist sich für den US-Baumaschinenkonzern Terex als Glückgriff: Trotz der weltweiten Konjunkturflaute verdiente die Düsseldorfer Traditionsfirma mit ihren 5700 Mitarbeitern im abgelaufenen Bilanzjahr mehr - und macht ihrem Mutterkonzern zudem Hoffnung auf weiterhin klingelnde Kassen. Dabei stützt sich Demag-Chef Aloysius Rauen auf gut gefüllte Orderbücher. Der Auftragsbestand schnellte per Ende September um über 50 Prozent auf 546 Millionen Euro in die Höhe, wie Demag am Freitag mitteilte. Vielversprechend sei zudem das Joint Venture mit der chinesischen Weihua-Gruppe.

Bei einem Umsatzplus von knapp sechs Prozent auf 1,12 Milliarden Euro verdiente Demag 2011/12 (per Ende September) operativ (Ebit) 89,2 Millionen Euro und damit 18 Prozent mehr als vor Jahresfrist. Netto schnellte der Gewinn auf 47,2 (13,0) Millionen Euro. Der Auftragseingang in den Bereichen Industriekrane und Services sowie Hafentechnologie legte um 18,3 Prozent auf 1,32 Milliarden Euro zu.

Vor allem die konjunkturanfällige Hafentechnologie sorgte mit einem Orderplus von 66,4 Prozent auf 445 Millionen Euro für Rückenwind. Die Sparte ist vom weltweiten Warenumschlag und vom Wachstum in der Containerabwicklung abhängig. Generell sei der Containerumschlag in allen Regionen außer Afrika und Nordamerika leicht rückläufig, teilte Demag mit.

Demag-Chef Rauen erwartet im laufenden Bilanzjahr bedingt durch den Verkauf europäischer Landesgesellschaften an Terex, die 13 Prozent des Konzernumsatzes ausmachten, schrumpfende Erlöse. Die operative Umsatzrendite (Ebit-Marge) soll mit 7,9 Prozent aber stabil bleiben. Zudem wird ein "wesentlicher" Ertrag aus den Verkäufen erwartet.

Demag ist vertraglich verpflichtet, den gesamten Gewinn an Terex abzuführen. Im Gegenzug muss Terex den Demag-Aktionären eine jährliche Garantiedividende zahlen. Terex hält rund 82 Prozent an den Düsseldorfern, der Hedgefonds Elliott 12,7 Prozent. Elliott klagt derweil zusammen mit 104 weiteren Investoren auf eine höhere Abfindung - statt der gebotenen 45,52 Euro werden Finanzkreisen zufolge mehr als 100 Euro gefordert. Die Klagen liegen beim Landgericht Düsseldorf.

 
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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