Terex und Konecranes
Demag-Mutter fusioniert mit finnischem Kranbauer

Der Mutterkonzern des deutschen Kranbauers Demag, der US-Maschinenhersteller Terex, fusioniert mit dem finnischen Unternehmen Konecranes. Die Firmen reagieren damit auf die harte Konkurrenz aus Schwellenländern.
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HelsinkiDie Konsolidierung in der Baumaschinen-Branche setzt sich fort: Die beiden Kran-Hersteller Terex aus den USA und Konecranes aus Finnland wollen sich zu einem Konzern mit rund zehn Milliarden Dollar Umsatz und 32.000 Beschäftigten zusammenschließen. Experten erwarten, dass das fusionierte Unternehmen besser mit der nachlassenden Nachfrage aus Asien und Europa fertig werden kann. Terex-Chef Ron DeFeo, der den Konzern auch künftig leiten soll, sagte, Konecranes und Terex könnten dem Gegenwind in der Branche gemeinsam besser begegnen.

Diese Aussicht gefiel am Dienstag auch den Börsianern: Die Konecranes-Aktie sprang um 18 Prozent auf fast 33 Euro nach oben, Terex legten 17 Prozent auf 25,55 Dollar zu. Zusammen sind Terex und Konecranes damit mehr als fünf Milliarden Dollar (4,5 Milliarden Euro) wert.

Die Finnen sind auf Kräne für Fabriken, Werften und Häfen spezialisiert und konkurrieren unter anderem mit der japanischen Kito und Columbus McKinnon aus den USA. Terex hat ein breiteres Produktspektrum mit Maschinen für den Bergbau, die Bau- und die Schiffsbranche. Zu den großen Rivalen zählen in diesem Fall die finnische Metsö und Caterpillar.

Die Fusion soll über einen Aktientausch abgewickelt werden, bei dem die Terex-Aktionäre für fünf ihrer Anteilsscheine vier Konecranes-Papiere bekommen. Der fusionierte Konzern mit dem Namen Konecranes Terex soll seinen Sitz in Finnland haben, aber zu 60 Prozent im Besitz der bisherigen Terex-Aktionäre sein. Analyst Kristian Tammela von der Großbank Nordea sagte, gemessen am Börsenwert der Unternehmen hätten die Terex-Aktionäre sich mit 55 Prozent begnügen müssen. Allerdings steuere Terex rund drei Viertel des operativen Gewinns (Ebit) des fusionierten Konzerns bei.

Von dem neuen, finnisch-amerikanischen Bündnis versprechen sich Terex und Konecranes Einsparungen von 119 Millionen Dollar, die innerhalb von drei Jahren realisiert werden sollen. Einige Analysten halten das für ehrgeizig. Der Konzern werde wohl in Europa mit den Einsparungen anfangen. 2014 waren beide Unternehmen zusammen auf einen operativen Gewinn von 845 Millionen Dollar gekommen. Konecranes-Chef Pekka Lundmark hatte schon vorher seinen Rückzug für den Sommer angekündigt

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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