Terror-Finanzierung für IS?
Durchsuchung bei französischem Zementhersteller Lafarge

Ermittler haben den Firmensitz des Zementherstellers Lafarge in Paris durchsucht. Es besteht wohl der Verdacht auf Terror-Finanzierung in Syrien. Auch beim Lafarge-Großaktionär gab es Untersuchungen.
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ParisIn der Affäre um angebliche Schutzgeldzahlungen in Syrien haben Ermittler den Firmensitz des Zementherstellers Lafarge in Paris durchsucht. LafargeHolcim arbeite mit den Behörden zusammen. In Brüssel wurden die Behörden wegen der Sache beim Großaktionär GBL vorstellig, wie die belgischen Holding am Abend mitteilte.

Französische Ermittlungsrichter prüfen nach früheren Angaben seit Juni den Verdacht der Terror-Finanzierung. Lafarge hatte ein Werk in Syrien trotz des Bürgerkriegs bis 2014 weiterbetrieben. Das lokale Unternehmen soll Geld an Dritte gezahlt haben, um Arrangements mit bewaffneten Gruppen auszuhandeln, damit die Produktion weitergehen konnte.

Menschenrechtsorganisationen hatten im vergangenen Jahr Anzeige erstattet und Lafarge vorgeworfen, möglicherweise zur Finanzierung der Terrormiliz Islamischer Staat beigetragen zu haben. Die französische Lafarge-Gruppe hatte sich 2015 mit dem Schweizer Konzern Holcim zusammengeschlossen. Das Unternehmen hat 90.000 Mitarbeiter in mehr als 80 Ländern.

Die belgische Staatsanwaltschaft bestätigte eine Durchsuchung in Brüssel, die parallel zu Durchsuchungen in Frankreich stattgefunden habe. Es gehe um den Verdacht der Finanzierung einer terroristischen Gruppe durch einen internationalen französischen Konzern – ein Firmenname wurde von den belgischen Ermittlern aber nicht genannt.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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