Tesa-Hersteller
Beiersdorf hebt die Prognose an

Der Kosmetikkonzern Beiersdorf bleibt trotz Konsumflaute auf Wachstumskurs und blickt nach neun Monaten etwas optimistischer in die Zukunft als bislang. Für den Bereich Consumer erwartet der Konzern eine Ebit-Umsatzrendite von etwa elf (bislang: mehr als zehn) Prozent, wie Beiersdorf am Dienstag mitteilte.
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DÜSSELDORF. Die großen europäischen Konsumgüterhersteller schöpfen nach den rasanten Einbrüchen zu Beginn des Krisenjahres 2009 neue Hoffnung. Der Kosmetik- und Klebstoffkonzern Beiersdorf etwa blickt nach trüben ersten neun Monaten nun optimistischer in die Zukunft. Zwar ging der Gesamtumsatz im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahr erneut um 1,7 Prozent auf 4,3 Mrd. Euro zurück, wie das Unternehmen gestern mitteilte. Insbesondere das krisengebeutelte Geschäft mit dem Klebstoff – Beiersdorf vertreibt die Marke Tesa – zog aber mit einer Umsatzsteigerung von neun Prozent im Vergleich zum zweiten Quartal auf 543 Mio. Euro etwas überraschend wieder an.

Weiter stark zeigte sich auch der Konsumgüterbereich, der mehr als 87 Prozent zum Beiersdorf-Umsatz beiträgt und das eigentliche Kerngeschäft des Unternehmens darstellt. Der Umsatz der Sparte legte um etwa ein Prozent auf 3,8 Mrd. Euro zu. Vor allem in Deutschland und den Schwellenländern entwickelte sich der Absatz gut. Der Konzern hob seine Rendite-Prognose für 2009 von zehn auf elf Prozent. „Wir spüren eine Trendwende“, sagte Beiersdorf-Chef Thomas-B. Quaas.

Strategie der Konzerne bewährt sich

Damit setzt der Hamburger Dax-Riese mit seinem soliden Ergebnis einen Aufwärtstrend fort, der sich auch bei anderen großen Konsumgüterherstellern in den vergangenen Tagen bemerkbar gemacht hat. Immer noch ist die Lage auf dem Arbeitsmarkt entgegen aller Ankündigungen stabil, das Konsumgütergeschäft von Kaufunlust der Kunden verschont geblieben.

Überraschend ist allerdings, dass selbst eine krisengebeutelte Sparte wie die am Tropf der Autoindustrie hängende Klebstoffindustrie plötzlich neue Schlagkraft bekommt. Das haben nicht nur die Tesa-Zahlen gezeigt. Auch der Düsseldorfer Konkurrent Henkel veröffentlichte in der vergangenen Woche früher als geplant einige Quartalszahlen, weil sie die Schätzungen der Analysten deutlich übertrafen. Zwar sank der Umsatz im dritten Quartal leicht. Doch nach mehreren Sparrunden konnte der größte Klebstoffhersteller der Welt den operativen Quartalsgewinn auf den höchsten Wert des gesamten Jahres steigern. „Der Markt ist immer noch krisengeschüttelt, aber es gibt Verbesserungen im Wachstum“, resümiert Sebastian Frericks, Analyst beim Bankhaus Metzler.

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