Tesla-Gründer Elon Musk Der Mann für die unmöglichen Ideen

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Arroganz oder Selbstbewusstsein?

Ein Blick in Teslas Model S
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Sieht so die Zukunft aus? Das Tesla Model S setzt neue Maßstäbe in Sachen Beschleunigung und Reichweite von batteriebetriebenen Elektroautos. Und die Limousine macht in der getesteten Performance-Variante (Grundpreis: 91.200 Euro, Standard mit geringerer Leistung und Reichweite ab 68.000 Euro) auch richtig Spaß. Handelsblatt Online ist intensiv Probe gefahren...

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Dezent und modern – die LED-Scheinwerfer und die schwarz abgesetzte Front fügen sich sehr gut ein in das zurückhaltend elegante Erscheinungsbild, das absolut in die europäische Oberklasse passt. Mit einer Breite von 2,19 Metern ist der Tesla allerdings breiter als jede S-Klasse.

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Besonders das Tesla-Logo ist bisher meist nur Autointeressierten bekannt. Benannt ist die Marke nach dem US-Physiker Nikola Tesla. Dieser hatte einst das Gleichstromsystem von Thomas Edison durch ein effektiveres Wechselstromsystem ersetzt.

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Die Kofferraumklappe fällt relativ groß aus. Mit einer Länge von 4,97 Metern und einem Radstand von 2,96 Metern liegt der Tesla souverän auf der Straße.

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Schon die Türen im Tesla sind einzigartig. Die Türgriffe versinken während der Fahrt und im Parkmodus in der Tür - und sorgen so für einen besonders niedrigen Luftwiderstand. Nähert man sich dem Auto, fahren sie automatisch wieder aus. Allerdings haben sie keine Sensoren und können beim automatischen Einfahren auch die Finger einklemmen - das sind halt Kinderkrankheiten der ersten Model S-Generation.

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Standardmäßig fährt das Model S auf 19-Zoll-Felgen mit Goodyear-Bereifung. Gegen 4.600 Euro Aufpreis sind wie beim Testwagen auch 21-Zoll-Felgen in Silber und grau erhältlich, die mit zwei Zentimeter breiteren Michelin-Sportreifen bezogen werden.

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Anders als in den USA verfügen die europäischen Teslas über einen Typ 2 Anschluss, der mit den meisten öffentlichen Ladestationen kompatibel ist. Darüber hinaus kann der Tesla an jeder haushaltsüblichen Steckdose geladen werden - allerdings deutlich langsamer.

Die einen nennen es selbstherrliche Arroganz, die anderen unbändiges Selbstbewusstsein. „Er kann in einem brutalen Maße ehrlich sein, dass du denkst 'Oh mein Gott, das tut weh'“, erzählte seine Schwester Tosca einer Reporterin des Forbes-Magazins. „Dabei will er aber nicht böse sein oder jemanden niedermachen. Und er schätzt auch Offenheit im Gegenzug.“

Für Journalisten ist er eine ständig sprudelnde impulsive Quelle visionärer oder unterhaltsamer Geschichten, er legt sich aber auch mit jedem an. Über Schauspieler George Clooney macht er sich per Twitter lustig (gar keine gute Idee), weil der eine abfällige Bemerkung über seinen Tesla-Roadster macht. Mit der „New York Times“ führte er einen Online-Privatkrieg, nachdem er seinen Tesla S im Test unfair behandelt sah. Die britische Auto-Kultsendung „Top Gear“ handelte sich eine Klage ein, weil sie angeblich eine Szene fingiert habe, in der einem Roadster der Strom ausging. 2013 verlor Tesla die Klage in der Berufung.

Aber egal: viel Feind, viel Ehr'. Eine Eigenschaft, die man dem gut 1,80 Meter großen, sportlichen Mann vom Typ Schwiegermutters Liebling, mit dem allzeit jungenhaften Lächeln, eigentlich gar nicht ansieht. Weggefährten beschreiben es als das im Silicon Valley nicht unübliche Führungsprinzip des „My way or Highway“. Wem es nicht passt, der kann ja gehen.

Vielleicht trug das ja auch dazu bei, dass ihm das Glück privat bislang nicht so hold war wie beruflich. Nach der Scheidung von seiner ersten Frau 2008, mit der er fünf kleine Söhne hat, folgte eine kurze Ehe mit der britischen Schauspielerin Talulah Riley, bei der schon nach einem Jahr die Scheidungspapiere auf dem Tisch eines Richters in Los Angeles landeten.

Um so mehr Zeit hat Musk, dessen Privatvermögen laut Forbes bei rund 6,8 Milliarden Dollar liegt,  für seine weiteren Träume. Er will eine Verbindung bauen, Hyperloop genannt, bei der die Fahrgäste in einer Art Rohrpost in nur 30 Minuten von San Francisco ins über 500 km entfernte Los Angeles geschossen werden. Es klingt irre. Aber nicht mehr ganz so verrückt, nachdem er seinen ersten Satelliten im All abgesetzt hat. Längst wird er in einem Atemzug mit Unternehmergrößen wie Steve Jobs, Jeff Bezos oder Larry Ellison genannt. Wenn man es jemandem zutraut, dann ihm.

Aufträge über vier Milliarden Dollar sollen bei Space X schon für weitere Starts vorliegen. Und wer weiß, vielleicht geht die Firma bald an die Börse. Das geglückte Manöver am 3. Dezember jedenfalls ist ein Meilenstein für das Unternehmen. Es ist der zweite erfolgreiche Start mit kommerzieller Nutzlast, eine Voraussetzung, um sich für die Auftragsvergabe durch die US-Luftwaffe zu bemühen. Noch einer und er ist da, wo das ganz große Geld winkt.

Bis dahin widmet sich der passionierte Tennisspieler seinen kleinen und großen Hobbys. Erst kürzlich hat er den legendären tauchenden Lotus Esprit aus dem James Bond-Film „Der Spion der mich liebte“ ersteigert. Natürlich kann das Auto nicht wirklich fahren und tauchen. Jedenfalls noch nicht. Mit einem Elektroantrieb von Tesla soll sich das aber ändern. Warum auch nicht? Oder wie Carly Simon es im Titelsong des Films ausdrückte: „Nobody does it better.“

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1 Kommentar zu "Tesla-Gründer Elon Musk: Der Mann für die unmöglichen Ideen"

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  • Zwielichtig und zugleich faszinierend Onkels Sam sein Land: Einerseits dessen Vietnam-Barbarei und jedermann umfassende Spionage, andererseits eine Super-Startrampe ohnegleichen für echte Persönlichkeitsbildung und Innovationsforschung.
    Unvorstellbar (leider) solche Entwicklungen in Russland oder gar in China - auch seitens der EU ist desgleichen nicht zu erwarten. Am ehesten wäre NOCH ein selbständiges Deutschland dazu in der Lage, dieses ist aber bekanntlich bereits einkassiert worden.

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