Industrie

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Tesla Model S: Daimlers Elektroauto-Partner erleidet Rückschlag

Engpässe bei Zulieferern treffen die Produktion des Flaggschiff-Produkts „Model S“ des US-Elektroauto-Herstellers Tesla. Der Daimler-Partner schraubt daher seine Umsatzprognose herunter. Die Tesla-Aktie bricht ein.

Produktionsstraße des Tesla Modell S in Fremont, Kalifornien. Quelle: dapd
Produktionsstraße des Tesla Modell S in Fremont, Kalifornien. Quelle: dapd

Palo Alto/StuttgartDer Elektroauto-Spezialist Tesla hinkt bei der Produktion seiner neuen Sportlimousine Model S hinterher. Grund sind nach Firmenangaben Engpässe bei Zulieferern, die Schulung von Mitarbeitern und eine rigide Qualitätskontrolle. Bislang seien 255 Wagen produziert worden, teilte Tesla am Dienstag mit. Bis zum Jahresende sollen zwischen 2700 und 3225 Fahrzeuge ausgeliefert werden. Das reine Elektroauto kostet in den USA ab 57 400 Dollar (44 300 Euro).

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Tesla rechnet nur noch mit einem Jahresumsatz zwischen 400 und 440 Millionen Dollar statt wie bisher mit 560 bis 600 Millionen Dollar. Das Model S soll 90 Prozent zum Gesamtumsatz von Tesla in diesem Jahr beisteuern. Die Reduzierung der Umsatzprognose für 2012 setzte am Dienstag der Tesla-Aktie zu. Die Titel in New York im Handelsverlauf um 6,5 Prozent auf 28,63 Dollar ab.

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Bei den Auslieferungen liege man derzeit vier bis fünf Wochen hinter dem Plan, hieß es weiter. Damit wird der Daimler-Partner auch weniger Umsatz in diesem Jahr erwirtschaften als ursprünglich prognostiziert. Der Verkauf frischer Aktien im Wert von bis zu 150 Millionen Dollar soll nun die Kasse auffüllen. Für bis zu 1 Millionen Dollar wird Gründer und Firmenchef Elon Musk zuschlagen.

Großaktionär Daimler dagegen wird stillhalten. Die Schwaben besitzen momentan 4,7 Prozent an Tesla. Der Daimler-Anteil werde durch die Kapitalerhöhung verwässert, sagte eine Konzernsprecherin in Stuttgart auf Anfrage. Sie versicherte aber, dass Daimler mit der Partnerschaft sehr zufrieden sei. Tesla hat am elektrischen Smart und der elektrischen A-Klasse mitgearbeitet und Teile geliefert. Momentan entwickelt Tesla einen elektrischen Antrieb für die neue B-Klasse.

Daimler

Daimler war 2009 bei Tesla eingestiegen und damit noch vor dem Börsengang der jungen US-Firma Mitte 2010. Zusammen mit dem Staatsfonds Aabar aus Abu Dhabi hielten die Stuttgarter rund 8 Prozent. Aabar hat sich mittlerweile aber zurückgezogen. Auch der japanische Weltmarktführer Toyota ist an Tesla beteiligt und hat sich von den Amerikanern den Elektroantrieb für seinen kleinen Geländewagen RAV4 schneidern lassen.

Tesla gilt als einer der Technologieführer bei Elektroautos. Das kalifornische Unternehmen hat sich mit seinem Elektrosportwagen „Roadster“ einen Namen gemacht. Das Auto braucht nur 3,9 Sekunden, um auf 100 Stundenkilometer zu beschleunigen, und kommt mit einer Ladung rund 400 Kilometer weit. Das machte Tesla zu einem begehrten Partner für die Großen der Branche. Die teure Entwicklung und der Aufbau der Produktion haben bei Tesla aber für hohe Verluste gesorgt.

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