Tesla-Verkäufe: Model-X-Effekt lässt noch auf sich warten

Tesla-Verkäufe
Model-X-Effekt lässt noch auf sich warten

Mit dem Model X will Tesla seine Absatzzahlen nach oben treiben. Doch die Produktion des elektrischen SUVs kommt nur langsam in die Gänge. Wer vorbestellt hat, muss wohl noch etwas länger warten.

DüsseldorfDas X steht für Exot. Gerade einmal 208 Exemplare des neuen Model X hat der Elektropionier Tesla im Jahr 2015 ausgeliefert. Die Produktion des elektrischen SUVs ist offensichtlich nur sehr langsam angelaufen. Erst zum Jahresende habe man die Produktion auf 238 Autos pro Woche steigern können, teilten die Kalifornier am Sonntagabend mit. Die Kundschaft darf sich darum auf längere Wartezeiten einstellen. Wieder einmal.

Denn das Model X, das schon 2012 der Weltöffentlichkeit präsentiert wurde, musste wegen technischer Schwierigkeiten in der Entwicklung seine Premiere mehrfach verschieben. Statt 2014 – wie ursprünglich geplant – wurde das serienreife SUV erst im Herbst 2015 in den Verkauf geschickt. Darum konnte das Modell nur einen marginalen Beitrag zum Jahresergebnis von Tesla liefern – trotz der kolportierten mehr als 30.000 Vorbestellungen.

Die Reaktion der Börse auf die Produktionsverzögerung fällt darum verhalten aus. Anders als Tesla seine Absatzprognose im August 2015 um nur 5000 Autos nach unten korrigierte. Damals reagierten die Anleger nervös, die Aktie sackte ab. Diesmal gibt es allerdings auch wenig Anlass zur Sorge: Mit knapp 17.200 ausgelieferten Fahrzeugen des Model S im vierten Quartal steigerte Tesla seinen Absatz immerhin um 75 Prozent im Vergleich zum Vorjahr steigern. Außerdem wurde das angepasste Jahresziel von 50.000 verkauften Fahrzeugen übertroffen. Vor allem ein Absatzsprung in Dänemark - wo Elektroautos bis zum Jahreswechsel steuerlich begünstigt werden, rettet Tesla die Jahresbilanz.

Vorerst bleibt das Model S damit das mit Abstand wichtigste Modell der Kalifornier. Auch das Model X dürfte beim Absatz im ersten Quartal aber nachlegen. Rund 300 Model X, die im letzten Quartal 2015 gebaut wurden, sollen zum Jahresbeginn ausgeliefert werden. Zudem läuft die Produktion mittlerweile auf dem angepeilten Level.

Für Gründer Elon Musk und Tesla dürfte 2016 zu einem Übergangsjahr werden. Derzeit stellt das Unternehmen massiv Ingenieure und Softwareentwickler ein, die einen vollautonomen Tesla entwickeln sollen. Zudem arbeiten die Kalifornier weiter am lange erwarteten Model 3, dessen Premiere für 2017 angekündigt ist.

Der Mittelklassewagen soll das erste Volumenmodell der Kalifornier werden. Darum startet Tesla ab 2017 auch die Produktion seiner riesigen Batteriefabrik in Nevada. Die massiven Investitionen in diese Zukunftsprojekte dürften im laufenden Jahr auf das Unternehmensergebnis drücken.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%