Test angekündigt
Bei der Boeing 787 gehen die Lichter an

Endlich ist es soweit: Das neue Langstreckenmodell des US-Herstellers soll seinen ersten Praxistest im Juni durchstehen. Die Entwicklungsarbeiten und finanzielle Risiken hat der Konzern geschickt auf Systemzulieferer in aller Welt verteilt.

EVERETT. Nach endlosen Monaten Warterei und Verspätungen soll es nun endlich so weit sein. Noch im Juni soll die Boeing 787 ihren ersten wichtigen Meilenstein passieren - das so genannt "Power on", also das erste Anschalten und Testen aller Systeme. Für den amerikanischen Flugzeughersteller Boeing ist dies der erste wichtige Schritt in Richtung Fertigstellung des Langstreckenmodells, das mit bislang fast 900 Bestellungen die erfolgreichste Flugzeugeinführung der Geschichte sein soll.

Doch bis es zur Lieferung an die Airlines kommt, wird es noch eine Weile dauern. Erst muss sich der "Dreamliner" im vierten Quartal dieses Jahres mit fast 18-monatiger Verspätung zum ersten Mal in die Lüfte erheben. Die ersten sechs produzierten Maschinen sollen ausschließlich für statische Tests sowie für die achtmonatige Flugerprobung an Plätzen wie Kalifornien, Alaska, Island, Bolivien und Australien eingesetzt werden. Erst die siebte Maschine soll im dritten Quartal 2009 an den Erstkunden ANA aus Japan geliefert werden. Ursprünglich war diese Lieferung für Mai 2008 geplant.

"Jeden Tag lösen wir neue Probleme, und jeden Tag wächst unsere Zuversicht, dass wir den revidierten Zeitplan einhalten können", meint der neue Projektmanager bei Boeing, Patrick Shanahan. Und das obwohl es bei verschiedenen Zulieferern, zum Beispiel der Bremsen und der Stromversorgung, immer noch hakt.

Optimistisch sind offenbar auch Analysten, denn trotz einiger Zweifel, ob der Konzern seinen Terminplan diesmal einhält, ließen Meldungen von den Fortschritten an der 787 den Kurs kräftig steigen.

Shanahan führte Journalisten zum ersten Mal durch das Innere des innovativen Jets, der in einer riesigen Werkshalle in Everett nördlich von Seattle fertiggestellt wird. Der Rumpf der Maschine ist überwiegend aus Verbundmaterial, dass leichter und strapazierfähiger ist als Aluminium. Die einzelnen Teile des Flugzeuges werden aus aller Welt nach Everett zur Endmontage geflogen und dort nur noch wie Legosteine zusammengesteckt.

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