Teststrecke im Emsland
Gutachten zum Transrapid-Unglück

Sieben Monate ist es nun her: Im September vergangenen Jahres raste ein Transrapid bei einer Testfahrt im Emsland mit 200 Stundenkilometern auf einen Werkstattwagen. 23 Menschen starben bei dem Unglück. In der kommenden Woche soll das Gutachten des Eisenbahn-Bundesamtes zum Unfallhergang endlich vorliegen. Es wird mit Spannung erwartet.

HB HANNOVER. Sieben Monate nach dem Transrapid-Unglück im Emsland mit 23 Toten soll in der kommenden Woche das mit Spannung erwartete Gutachten des Eisenbahn-Bundesamtes zum Unfallhergang vorliegen. „Am 19. April bekommt die Staatsanwaltschaft das Gutachten“, sagte der Vorsitzende des Landtags- Untersuchungsausschusses, Harald Noack (CDU), am Freitag in Hannover. Er erwarte, dass die Ausschuss-Mitglieder die Expertise dann rasch einsehen könnten.

Am nächsten Donnerstag wird auch ein neuer Magnetschwebezug auf der Versuchsanlage in Lathen (Niedersachsen) erwartet, berichtete ein Sprecher des Herstellers ThyssenKrupp Transrapid in Kassel. Der Transrapid darf in Lathen zwar montiert werden, aber wegen der noch fehlenden Betriebsgenehmigung nicht fahren.

Am 22. September 2006 war in Lathen ein Transrapid auf einen stehenden Werkstattwagen geprallt, 23 Menschen starben. Der Landtag hatte zur Klärung eines möglichen politischen Verschuldens im vergangenen Dezember einen Untersuchungsausschuss eingesetzt. Das Land Niedersachsen will an der Teststrecke im Emsland zu Forschungszwecken und für Touristenfahrten festhalten.

Die umfangreiche Expertise wolle der ermittelnde Staatsanwalt direkt beim Eisenbahn-Bundesamt abholen, sagte Noack. Danach soll auch der Parlamentarische Untersuchungsausschuss eine Kopie des Gutachtens erhalten. Noack geht davon aus, dass sich die Abgeordneten am Rande der Landtagssitzung (25. bis 27. April) mit dem Gutachten beschäftigen können. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Osnabrück sagte lediglich, das Gutachten solle im Laufe dieses Monats vorliegen.

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