Teufel hofft auf Kompromissbereitschaft aller Parteien
Verhandlungspoker bei Daimler geht weiter

Die Verhandlungen über das millionenschwere Sparpaket beim Automobilkonzern Daimler-Chrysler sind am frühen Donnerstagmorgen nach mehr als 13 Stunden ergebnislos vertagt worden. Am Vormittag sollen die Gespräche in kleiner Runde fortgesetzt werden. Trotz der offenkundigen Schwierigkeiten setzen beide Seiten weiter auf einen Kompromiss.

STUTTGART. Nachdem in der Nacht die Gespräche zwischen Vorstand, Betriebsrat und IG Metall ergebnislos unterbrochen worden waren, wollen sich die Verhandlungsparteien am Vormittag in kleinerer Runde erneut zusammensetzen. Trotz der offenkundigen Schwierigkeiten setzen beide Seiten weiter auf einen Kompromiss. „Wir müssen auf jeden Fall weiter versuchen, eine Lösung zu finden“, sagte ein Mitglied des Betriebsrats in der Nacht.

Am Mittwoch hatten sich die Verhandlungsparteien noch zuversichtlich gezeigt, zu einer Einigung zu kommen. Bereits am Abend erklärte dann aber ein Konzernsprecher, ein schnelles Ende der Gespräche ein nicht in Sicht. Von Seiten der IG Metall und des Betriebsrates hieß es in der Nacht, viele umstrittene Punkte seien weiter offen.

Dabei gehe es unter anderem um für Baden-Württemberg typische Sonderregelungen wie die „Steinkühler-Pause“ von fünf Minuten pro Stunde oder Spätzuschläge bereits von 12.00 Uhr an. Auch über die für 2005 geplante Einführung des so genannten Entgeltrahmen- Tarifvertrages (ERA), der für tarfiliche Gleichstellung von Angestellten und Arbeitern sorgen sollte, sei gesprochen worden. Die Arbeitnehmerseite wäre hier zu Zugeständnissen bereit gewesen, allerdings nicht in der vom Vorstand geforderten Höhe.

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