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Teure Beraterverträge: Kohlestiftung braucht deutlich mehr Geld

Die RAG-Stiftung braucht in diesem Jahr mit 90 Millionen Euro nach Medieninformationen sechs Mal mehr Geld als ursprünglich veranschlagt. Die Kosten seien insgesamt in die Höhe gegangen, hieß es zur Begründung für den nun drastisch höheren Betrag.

HB HAMBURG. So seien zum Beispiel die geplanten Kosten für Dienstleistungen wie Berateraufträge von 4,7 auf rund 20 Millionen Euro hochgeschossen, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur dpa am Samstag. Im vergangenen Oktober hatte der Vorstandsvorsitzende der Stiftung, Wilhelm Bonse-Geuking, dem Kuratorium demnach noch ein Budget mit Ausgaben von 15,3 Millionen Euro präsentiert. Es sei damals nur vorläufig abgesegnet worden.

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Die Kosten seien insgesamt in die Höhe gegangen, hieß es zur Begründung für den nun drastisch höheren Betrag. Zum Beispiel seien aber auch an dem bereits renovierten Gebäude des Energieunternehmens Steag, in das die Stiftung einzog, weitere Arbeiten für eine Millionen Euro durchgeführt worden.

Die RAG-Stiftung soll den Ausstieg aus dem deutschen Steinkohlebergbau begleiten und die sogenannten Ewigkeitskosten finanzieren. Dazu gehören die Entwässerung alter Schächte oder die Beseitigung von Bergschäden. Anfang April legte die Stiftung die Pläne für einen Börsengang des Industriekonzerns Evonik wegen der schwierigen Situation am Kapitalmarkt auf Eis und sucht nun zunächst einen Investor.

In Evonik wurde der sogenannte weiße Bereich des Mischkonzerns RAG mit den Geschäftsfeldern Chemie (Degussa), Energie (Steag) und Immobilien gebündelt. Der subventionierte Kohlebereich mit der Deutschen Steinkohle AG ging in die RAG-Stiftung über. Nach Informationen des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ entfällt ein Großteil der Berater-Ausgaben auf die Vorbereitung des Börsengangs.

Die erwarteten Milliarden-Erlöse aus der Aktienplatzierung spielen eine entscheidende Rolle für die Finanzierung der Bergbau- Folgekosten.

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