Embraer
-Manager Kern erwartet das genaue Gegenteil: Mehr als die Hälfte der Jets mit 70 bis 120 Sitzen in den USA werde in den kommenden Jahren als Ersatz für angejahrte größere Flugzeuge gekauft werden, sagte er. So könnten Fluggesellschaften Zubringerflüge besser auslasten. Luftfahrt-Unternehmer Niki Lauda hat gerade für seine Airline Niki fünf ERJ 190 gekauft. "Mit kleineren, effizienten Maschinen lässt sich eine neue Strecke schneller in die Gewinnzone fliegen", sagte der Ex-Rennfahrer.
Traditionell sind die USA und Europa die größten Märkte für Regionaljets. Doch Hachey erwartet, dass nun Regionen wie China, Nahost und Russland an Bedeutung gewinnen. Qatar Airways etwa denkt ernsthaft über den Kauf von C-Serie-Jets nach. In Russland und China gibt es jedoch regionale Wettbewerber, die sich staatlicher Rückendeckung erfreuen.
Superjet International, ein Joint Venture der russischen Sukhoi mit der italienischen Alenia, hat gerade den Jungfernflug seines Regionaljets Superjet 100 hinter sich. Es ist mit einem neu entwickelten französisch-russischen Triebwerk ausgestattet. Die Produktfamilie soll mit 75 bis 100 Sitzen starten und später ebenfalls auf bis zu 120 Sitze erweitert werden. In Farnborough gab das Unternehmen einen Auftrag über 24 Maschinen aus Russland bekannt. "Ich glaube nicht, dass sie viele Maschinen außerhalb Russlands verkaufen werden", sagte Hachey dazu. Russland werde trotzdem ein wichtiger Markt für Bombardier
bleiben.

