Texanischer Stromkonzern TXU
Finanzinvestoren wagen den Mega-Deal

Ein Gruppe angloamerikanischer Finanzinvestoren hat die bislang größte Firmenübernahme der Branche eingefädelt: Sie wollen den texanischen Stromkonzern TXU für insgesamt 45 Mrd. Dollar übernehmen. Die Zustimmung des Unternehmens selbst haben sie schon. Von dem Geschäft dürfte auch die Umwelt profitieren.

HB/ebe NEW YORK. Ein Konsortium unter Führung von Kohlberg Kravis Roberts, der Texas Pacific Group sowie der Investmentbank Goldman Sachs zahlt den TXU-Aktionären 69,25 Dollar je Aktie, wie der Versorger am Montag mitteilte. Die Beteiligungsgesellschaften gewähren damit einen Aufschlag von 25 Prozent auf den durchschnittlichen Aktienkurs der vergangenen Wochen.

Die Öffentlichkeit werde von der Übernahme durch Preissenkungen, Investitionen in alternative Energien und einen besseren Umweltschutz profitieren, erklärte TXU. Anstelle von elf geplanten Kohlekraftwerken wolle TXU nun lediglich drei bauen. Umweltschützer hatten die Absicht von TXU heftig kritisiert, die Zahl seiner Kohlekraftwerke zu verdoppeln. Diese Form der Energieerzeugung gilt als besonders klimaschädlich.

Texas Pacific und KKR hatten sich im Vorfeld der Transaktion offenbar die Unterstützung der Umweltorganisationen gesichert. Die künftigen Besitzer wollten den Konzern nun in eine Richtung bewegen, „die im Einklang mit einer Welt steht, die globale Erwärmung ernst nimmt“, sagte David Hawkins von der Organisation Natural Resources Defense Council. Das von den Finanzinvestoren angestrebte Ziel, die Kohlendioxidemissionen von TXU bis 2020 auf das Niveau des Jahres 1990 zurückzuführen, halten Umweltexperten für sehr ambitioniert.

Eine höhere Gegenofferte anderer Finanzinvestoren gilt als unwahrscheinlich, weil Texas Pacific und KKR in den letzten Wochen exklusiv mit TXU verhandelt haben. Der reine Kaufpreis liegt bei rund 33 Mrd. Dollar; hinzu kommen 12,4 Mrd. Dollar Schulden.

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