Textilhersteller: Steigende Kosten bedrohen Margen von Hennes & Mauritz

Textilhersteller
Steigende Kosten bedrohen Margen von Hennes & Mauritz

Der schwedische Textilriese Hennes & Mauritz (H&M) ist auf den Vormarsch und dabei nicht zu stoppen. Das Unternehmen steigerte seinen Umsatz im dritten Geschäftsquartal ganz erheblich.
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HB STOCKHOLM. H&M erzielte einen Quartalsumsatz von knapp 27 Mrd. schwedische Kronen (2,9 Mrd Euro) - damit 14 Prozent mehr als im Vorjahr. Allein im Monat August habe der Anstieg sich auf 24 Prozent belaufen, teilte der Konzern am Mittwoch in Stockholm mit. Nach Angaben von Analysten gewann das Modehaus Marktanteile in wichtigen Märkten wie Deutschland. Der Gewinn vor Steuern verbesserte sich im dritten Quartal um 20 Prozent auf 5,7 Mrd. Kronen, blieb aber unter den von Analysten im Durchschnitt erwarteten 6,1 Mrd. Euro.

Die Ergebnisse standen im Kontrast zum Halbjahresergebnis des spanischen Konkurrenten Inditex. Der größte Bekleidungshändler, zu dem unter anderem die Zara-Geschäfte gehören, hatte in der vergangenen Woche mit einem Gewinnplus von fast 70 Prozent besser als erwartet abgeschnitten.

H&M ist die zweitgrößte Textilkette Europas und setzt vor allem auf günstige Mode. Durch die Verpflichtung bekannter Designer konnte H&M immer wieder Aufsehen erregen. Der Start in das vierte Quartal ist für die Kette nach eigenen Angaben gut verlaufen. Die Herbst- Kollektionen seien gut angenommen worden. Auch der Online-Start in Großbritannien sei geglückt.

Allerdings machen wieder ansteigende Rohstoff- und Transportkosten der schwedischen Modekette zu schaffen und belasten die Margen. Nach Ansicht von Analysten deutet die unter den Erwartungen liegende Gewinnspanne darauf hin, dass H&M die Preise in einer Zeit senke, in der die Konkurrenz durch höhere Preise steigende Kosten auszugleichen versucht. H&M-Aktien gaben nach Vorlage der Zahlen um über sechs Prozent nach.

Analysten zeigten sich vor allem besorgt darüber, wie der Bekleidungshändler den noch erwarteten Kostensprung bewältigen will. "H&M wird im nächsten Jahr den größten Druck auf die Brutto-Marge haben, und wenn es für sie härter ist als für andere Einzelhändler, die Preise zu erhöhen, ist das beunruhigend", sagte Societe-Generale-Analystin Anne Critchlow.

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