Thames Water
RWE erzielt Traumpreis fürs Wasser

Der deutsche Energiekonzern RWE hat sein britisches Wasserversorgungs-Geschäft für alles in allem 12 Mrd. Euro losgeschlagen. Die Käufer kommen aus Australien. Experten sind baff ob der Summe, denn bei der Tochter namens Thames Water liegt so einiges im Argen.

HB BERLIN. RWE erteilte in dem Bieterverfahren um Thames Water den Zuschlag an ein Konsortium unter der Führung der australischen Bank Macquarie. Die Transaktion beläuft sich nach RWE-Angaben vom späten Montagabend auf einen Wert von 8 Mrd. britischen Pfund (knapp 12 Mrd. Euro). Die Summe liegt am oberen Rand der Schätzungen von Analysten. RWE will sich wie der Konkurrent Eon auf das margenstarke Strom- und Gasgeschäft konzentrieren und dort weiter expandieren.

Das Konsortium mit dem Namen Kemble Water zahle einen Kaufpreis von 4,8 Mrd. Pfund und übernehme 3,2 Mrd. Pfund Schulden, teilte der Essener Konzern mit. Das Unternehmen erwarte einen Buchgewinn in Höhe eines „mindestens mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Betrags“. Der Transaktion müsse noch der RWE-Aufsichtsrat zustimmen, der am Wochenende zusammenkomme. Auch die Kartellbehörden müssten noch grünes Licht geben.

RWE will auch Wassergeschäft in den USA loswerden

„Die Veräußerung von Thames Water ist ein entscheidender Schritt bei der Umsetzung unserer Strategie einer konsequenten Konzentration auf unsere Kernkompetenzen in den zusammenwachsenden Strom- und Gasmärkten in Europa“, sagte RWE-Chef Harry Roels. Er hatte im vergangenen Herbst den Verkauf von Thames Water sowie der US-Wassertochter American Water angekündigt. American Water soll spätestens 2007 an die Börse gebracht werden.

RWE hatte Thames Water im Jahr 2000 für 7,1 Mrd. Euro übernommen, einschließlich Schulden waren es mehr als 11 Mrd. Euro. 2003 hatte das Unternehmen American Water für 4,5 Mrd. Euro gekauft.

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