Thrombose-Mittel für USA
Bayer kann auf höhere Umsätze hoffen

Dem Pharma- und Chemiekonzern winken durch seine wichtigste Neuentwicklung steigende Umsätze. Mit Hilfe des US-Partners J&J könnte das Schlaganfallmittel Xarelto dort als Thrombose-Mittel zugelassen werden.
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FrankfurtDem Pharma- und Chemiekonzern Bayer kann auf höhere Umsätze mit seinem lukrativen Schlaganfallmittel Xarelto in den USA hoffen. Der US-Partner Johnson & Johnson (J&J) beantragte jetzt bei der US-Gesundheitsbehörde FDA, die Tablette auch zur Behandlung von tiefen Venenthrombosen, Lungenembolien sowie zur Verhinderung erneuter Venenthrombosen zuzulassen.

Die Anträge stützten sich auf klinischen Studiendaten von fast 10.000 Patienten, teilte Bayer am Mittwoch in Berlin mit. Xarelto ist derzeit die wichtigste Neuentwicklung des Leverkusener Konzerns. Alle Einsatzgebiete addiert soll die Tablette Bayer einmal in der Spitze mehr als zwei Milliarden Euro an Verkaufserlösen jährlich einbringen. Bayer wird von J&J an den Umsätzen mit Xarelto in den USA beteiligt.

Bayer arbeitet bei dem Präparat mit dem US-Konzern zusammen, der in den USA die Vermarktungsrechte für das Medikament besitzt. In Europa hat Bayer die Federführung. Dort hatte Bayer kürzlich bei der europäischen Arzneimittelbehörde EMA den Antrag gestellt, die Tablette auch zur Behandlung von Lungenembolien sowie zum Schutz vor erneut auftretenden Venenthrombosen zuzulassen.

Das umsatzmäßig größte Einsatzgebiet für Xarelto ist aber nach wie vor die Verhinderung von Schlaganfällen bei Patienten mit Herzrhythmusstörungen. Im November vergangenen Jahres wurde das Präparat für dieses Therapiefeld in den USA zugelassen. Im Dezember folgten dann die Behörden in Europa. Xarelto gehört zu einer Gruppe neuer Medikamente, die das Jahrzehnte alte Standardmittel Warfarin in dieser Indikation ablösen sollen. Im vergangenen Jahr setzte Bayer mit Xarelto 86 Millionen Euro um.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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