Thrombose-Risiken: Bayer verschärft Warnhinweise für Anti-Baby-Pillen

Thrombose-Risiken
Bayer verschärft Warnhinweise für Anti-Baby-Pillen

Bayer hat die Warnhinweise für seine Anti-Baby-Pillen in den USA verschärft. Künftig wird explizit auf erhöhte Thrombose-Risiken aufmerksam gemacht. Wegen der Präparate wurde Bayer bereits tausendfach verklagt.
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FrankfurtDer Pharma- und Chemiekonzern Bayer verschärft in den USA die Warnhinweise in den Beipackzetteln seiner Antibaby-Pillen. Jüngste Studien hatten bei neueren Verhütungsmitteln mit dem Wirkstoff Drospirenon, zu denen auch die Bayer-Pillen Yaz und Yasmin gehören, ein erhöhtes Thrombose-Risiko ausgemacht.

Das Geschäft mit der Pille steht für Bayer in den USA bereits wegen tausender Klagen und scharfer Konkurrenz durch Nachahmerpräparate unter Druck. Schärfere Warnhinweise sind ein weiterer Dämpfer. Denn als Konsequenz könnten Ärzte künftig Frauen eher zu anderen Verhütungsmitteln raten.

In den USA werde im Beipackzettel jetzt darauf hingewiesen, dass Frauen mit ihren Ärzten Risiken und Vorzüge der Pillen mit Blick auf die Gefahr möglicher Venenthrombosen abwägen sollten, teilte Bayer am Mittwoch in Berlin mit. Zudem werde davor gewarnt, dass das Thromboserisiko bei den Bayer-Pillen im Vergleich zu anderen Verhütungsmitteln höher sein könnte.

Die Verschärfung der Warnhinweise sei mit der US-Gesundheitsbehörde FDA vereinbart worden. Venenthrombosen werden durch Blutgerinnsel in den Gefäßen ausgelöst. Wandern sie in die Lunge oder in das Gehirn, kann es zu gefährlichen Embolien und Schlaganfällen kommen.

Für Bayer geht es um eines seiner wichtigsten Arzneimittel. Denn mit der Produktfamilie um die Verhütungsmittel Yaz und Yasmin setzte der Konzern 2011 weltweit immerhin 1,07 Milliarden Euro um. Das sind 3,7 Prozent weniger als noch 2010, was auch eine Folge der Generikakonkurrenz in den USA ist. Die Antibaby-Pille war dennoch 2011 das Präparat mit den dritthöchsten Umsätzen der Pharmasparte.

Die Diskussion um die Gefahren von Drospirenon-haltigen Antibaby-Pillen währt bereits einige Jahre. Im Dezember hatte sich ein von der FDA beauftragtes Beratergremium von Medizinexperten damit auseinandergesetzt. Es war zu dem Schluss gekommen, dass die Hersteller über die Risiken in den bis dahin gültigen Beipackzetteln nicht ausreichend informiert haben. In der Europäischen Union hatte Bayer 2011 bereits die Warnhinweise im Beipackzettel verschärft.

Das Thema beschäftigt in den USA schon seit einigen Jahren die Gerichte. Zuletzt war Bayer dort mit rund 11.300 Klagen von Frauen konfrontiert, die den Konzern für erlittene Gesundheitsschäden haftbar machen wollen. Bayer hat einer Sprecherin zufolge bereits mit 70 Klägerinnen Vergleichsvereinbarungen ohne Anerkennung der Haftung geschlossen. Weitere Vergleichsverhandlungen laufen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Nö, aber ELI-LILLY Deustchland beispielsweise macht PHAMRAMVERSUCHE an EINWILLIGUNGSUNFÄHIGEN Menschen!

    (Ich behaupte nichts was ich nicht BEWEISEN kann).

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