Thrombosemittel Bayer will Einsatzfeld für Xarelto vergrößern

Der Pharma- und Chemiekonzern Bayer will das Einsatzfeld für sein Thrombosemittel Xarelto vergrößern. Das Mittel soll vermehrt bei der Korrektur des Herzschlags eingesetzt werden – und somit mehr Umsatz generieren.
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Bayer hofft auf mehr Umsatz mit dem Thrombosemittel Xarelto. Quelle: dpa

Bayer hofft auf mehr Umsatz mit dem Thrombosemittel Xarelto.

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FrankfurtBayer will mit neuen Studiendaten Argumente für einen breiteren Einsatz seines lukrativen Thrombosemittels Xarelto liefern. Der Pharma- und Chemiekonzern hat dabei Patienten mit Herzrhythmus-Störungen im Blick, die sich ihren Herzschlag mit medizinischen Verfahren wieder auf einen normalen Rhythmus bringen lassen. Das Bayer-Mittel habe bei diesen Patienten besser gewirkt als ältere Präparate, teilte der Konzern am Dienstag anlässlich des europäischen Kardiologenkongress ESC in Barcelona mit.

Xarelto ist zwar schon zum Schutz vor Schlaganfällen bei Herzrhythmus-Störungen zugelassen – bislang werden aber bei der Korrektur des Herzschlags noch überwiegend ältere Präparate eingesetzt. Bayer hofft nun auf mehr Umsatz mit Xarelto. Das Thrombosemittel ist mit 949 Millionen Euro Jahresumsatz die wichtigste neue Arznei von Bayer.

Bei einer Behandlung mit Xarelto seien 50 Prozent weniger Schlaganfälle, Herzattacken und Todesfälle aufgetreten als bei einer Therapie mit älteren Gerinnungshemmern wie Warfarin, erklärte Bayer. Die Gefahr schwerer Blutungen sei verglichen mit Warfarin um 24 Prozent verringert worden. An dem Test nahmen etwa 1500 Patienten teil.

Damit das Medikament öfters verschrieben wird, will Bayer bei den Zulassungsbehörden erreichen, dass die Studienresultate in die Ärzteinformationen für das Mittel aufgenommen werden. „In Europa haben wir das beantragt“, sagte Martin van Eickels, der bei Bayer für Thrombosemittel ab der Zulassung zuständig ist. In den USA stehe Bayer dazu in Gesprächen mit seinem Entwicklungspartner Johnson & Johnson. Xarelto gehört wie Eliquis von Pfizer und Bristol-Myers Squibb und Pradaxa von Boehringer Ingelheim zu einer Gruppe neuer Tabletten, die ältere Standardmittel wie Warfarin bei der Prävention von Schlaganfällen ablösen sollen.

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