Thyssen-Krupp: Berthold Beitz stärkt Chefaufseher Cromme den Rücken

Thyssen-Krupp
Berthold Beitz stärkt Chefaufseher Cromme den Rücken

Der Vorsitzende der Krupp-Stiftung lässt keinen Zweifel: Gerhard Cromme soll Aufsichtsratschef beim kriselnden Stahlkonzern Thyssen-Krupp bleiben. Konzernchef Hiesinger stellt der 99-jährige Beitz ein gutes Zeugnis aus.

DüsseldorfBerthold Beitz, der Vorsitzende der mächtigen Krupp-Stiftung, hat nach wochenlangen Unruhen bei Thyssen-Krupp sein Schweigen gebrochen. Den Forderungen nach einer Ablösung von Aufsichtsratschef Gerhard Cromme erteilte er eine klare Absage: „Cromme bleibt“, sagte der 99-Jährige dem Handelsblatt.

Beitz stärkt mit dieser Aussage seinem langjährigen Weggefährten den Rücken. In den vergangenen Wochen war wegen der Milliardenabschreibungen auf die neuen Stahlwerke in Brasilien und den USA die Kritik an Thyssen-Krupp-Aufsichtsratschef Cromme größer geworden. Vorgeworfen wird ihm mangelnde Aufsicht, die das Desaster in Übersee ermöglicht haben soll.

Beitz zerstreute zugleich Zweifel daran, dass Cromme ihm als Vorsitzender der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung nachfolgen könnte. Entsprechende Spekulationen seien Unsinn, sagte er (die vollständige Geschichte lesen Sie im Handelsblatt-E-Paper oder in der heutigen Printausgabe).

Die Stiftung ist mit 25,3 Prozent der größte Aktionär des Ruhrkonzerns. Thyssen-Krupp vollzieht derzeit eine harte Umstrukturierung, um sich von seinen Schulden zu befreien. Aus Sicht von Beitz ist das Unternehmen auf dem von Vorstandschef Heinrich Hiesinger eingeleiteten Kurs, auf dem richtigen Weg. „Ich mit meinen fast 100 Jahren und 60 Jahren bei Krupp bin beeindruckt von der Entwicklung“, sagte Beitz. Heinrich Hiesinger mache eine sehr gute Arbeit. Dies zeige der Anstieg des Aktienkurses.

Der erst seit zwei Jahren amtierende Hiesinger hat sich offensichtlich das Vertrauen des Stiftungs-Chefs erarbeitet. „Cromme und Hiesinger sind ein gutes Gespann.“

 
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