Thyssen-Krupp
Stahl-Betriebsrat kündigt Widerstand an

In der Thyssen-Krupp-Stahlsparte drohen massive Auseinandersetzungen zwischen Vorstand und Belegschaft. Dem Betriebsrat ist besonders das mögliche Zusammengehen mit dem Konkurrenten Tata ein Dorn im Auge.
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DuisburgDer Betriebsrat der Thyssen-Krupp-Stahlsparte hat für 2017 massiven Widerstand gegen mögliche Einschnitte und einen Zusammenschluss mit dem Konkurrenten Tata angekündigt. „Wir bereiten uns im ersten Halbjahr auf eine heftige Auseinandersetzung vor“, sagte Betriebsratschef Günter Back am Donnerstag in Duisburg. Aus Sicht der Arbeitnehmervertreter mache eine Fusion mit Tata Steel keinen Sinn. Zusätzlich drohten durch eine angekündigte Restrukturierung weitere massive Kürzungen bis hin zu Standortschließungen.

Nähere Angaben zu möglichen Aktionen wollte Back nicht machen. „Dann springt der Funke von einer Bude zur anderen“, sagte Back. Es werde sich dabei jedoch um „kreative Reaktionen“ handeln. „Wir werden nicht tatenlos zusehen, wenn sie an unsere Arbeitsplätze Hand anlegen.“

Auch bei einer vorangegangenen Betriebsversammlung habe der Vorstand seine Pläne nicht erläutert. „Jeder wird im Unklaren gelassen“, kritisierte Back. Der Betriebsrat rechne nun mit ersten Schritten für ein Zusammengehen mit Tata, sobald noch ausstehende Fragen im Hinblick auf die Pensionslasten des Unternehmens geklärt seien.

Für die schwierige Situation der Stahlsparte machte der Betriebsrat auch einen Instandhaltungsstau an den Anlagen verantwortlich. Hintergrund sei eine scharfe Sparpolitik in der Vergangenheit. Nun führe eine Vielzahl von Mängeln immer wieder zu Problemen.

Thyssen-Krupp-Chef Heinrich Hiesinger hatte zuletzt bei der Bilanzvorlage Ende November weitere Einschnitte bei der Traditionssparte Stahl angekündigt. Ein entsprechendes Programm will das Unternehmen bis zum Frühsommer kommenden Jahres vorlegen. Zum Stand der Gespräche mit Tata hatte der Konzernchef dagegen keine Angaben gemacht. Medien hatten zuvor über Fortschritte bei den Verhandlungen berichtet. Gespräche zwischen den Unternehmen gibt es schon seit Wochen.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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