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14.08.2008 
Aktuelle Zahlen und Prognose

Thyssen-Krupp übertrifft Erwartungen

Der größte deutsche Stahlkonzern Thyssen-Krupp blickt optimistischer in die Zukunft, als Beobachter es erwartet hatten. Der Konzern hat seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr 2007/08 (per Ende September) angehoben. Auch die mittelfristige Zukunftsplanung sieht positiv aus.

HB DÜSSELDORF. Thyssen-Krupp erwarte nun einen Gewinn vor Steuern (Ebt) und wesentlichen Sondereffekten von über 3,2 (Vorjahr: 3,8) Milliarden Euro, teilte das Unternehmen mit. Bislang hatte sich der Konzern mindestens drei Milliarden Euro vorgenommen. Die Erlöse sollen - wie bereits prognostiziert - auf 53 (Vorjahr 51,7) Milliarden Euro steigen.

Im dritten Quartal des Geschäftsjahres ging das Vorsteuerergebnis (Ebt) zwar auf 909 Millionen Euro nach 1,2 Milliarden im Vorjahreszeitraum zurück. Es lag damit aber über den Erwartungen vieler Analysten, die mit einem Ebt von 818 Millionen im Schnitt gerechnet hatten. Vor wesentlichen Sondereffekten hätte es 1,073 (1,180) Milliarden Euro betragen. Der Periodenüberschuss ging auf 613 (759) Millionen Euro zurück. Der Umsatz kletterte auf 14,2 (13,4) Milliarden Euro.

Bei den Erwartungen für das Konzernergebnis sei zu berücksichtigen, dass im Segment Steel die stark gestiegenen Rohstoffkosten - insbesondere bei Eisenerz und Kokskohle - im laufenden Geschäftsjahr voraussichtlich nicht in vollem Umfang an die Kunden weitergegeben werden können. Hinzu kommen Vorlaufkosten für die neuen Stahlwerke in Brasilien und den USA sowie Restrukturierungskosten im Segment Steel. Die Nachfrage nach Stahlprodukten entwickele sich weiterhin sehr erfreulich, was sich auch in weiter steigenden Preisen äußere.

Den mittel- und langfristigen Ausblick bestätigte das Unternehmen: Mittelfristig soll der Erlös 60 Milliarden Euro erreichen, gleichzeitig soll das Ergebnis vor Steuern und Sondereffekten nachhaltig bei vier Milliarden Euro liegen. Längerfristig wird der Umsatz bei 65 Milliarden Euro und das Ergebnis bei 4,5 Milliarden bis 5,0 Milliarden Euro erwartet.

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