Thyssen-Krupp

US-Sparte schreibt Milliarden-Verlust

Für den Stahlkonzern Thyssen-Krupp ist die Strategie in den USA nicht aufgegangen. Laut einem Medienbericht schreibt Steel Americas tiefrote Zahlen. Die Prognose für den Gesamtkonzern aber soll gleichbleiben.
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Ein Stahlarbeiter entnimmt während eines Abstichs eine Materialprobe aus dem Roheisen. Quelle: dapd

Ein Stahlarbeiter entnimmt während eines Abstichs eine Materialprobe aus dem Roheisen.

(Foto: dapd)

Frankfurt Der größte deutsche Stahlkonzern Thyssen-Krupp schreibt laut einem Pressebericht mit seinem US-Stahlgeschäft tiefrote Zahlen. Die Sparte Steel Americas 2011/12 (bis 30. September) verbuche nach aktuellem Stand ein Minus von gut einer Milliarde Euro, berichtet die „Financial Times Deutschland“ am Freitag unter Berufung auf Insider. Die Ergebnisprognose für den gesamten Konzern stehe aber. Ein Unternehmenssprecher verwies auf Anfrage von Reuters auf die Bilanzpressekonferenz am 22. November und sagte: „Wir äußern uns grundsätzlich nicht zu Spekulationen.“

Das europäische Stahlgeschäft wird laut „FTD“ den aktuellen, vorläufigen Zahlen zufolge ein positives Ebit zwischen 200 und 300 Millionen Euro erzielen. Die Technologiesparte trage mit voraussichtlich 1,6 bis 1,8 Milliarden Euro das Gros zum Konzern-Ebit bei.

Die Verluste schreibenden Stahlwerke in den USA und in Brasilien stehen schon länger zum Verkauf. Für den Konzern ist die Strategie im amerikanischen Stahlgeschäft nicht aufgegangen. Das Werk in Brasilien sollte billig Rohstahl produzieren, der in den USA etwa zu Blechen weiterverarbeitet wird und - mit einem ordentlichen Aufschlag - an die großen Automobilkonzerne verkauft werden sollte.

Doch die Lage hat sich in den vergangenen Jahren stark verändert. Dank der guten Konjunktur in Brasilien sind dort die Lohnkosten gestiegen. Durch die starke Landeswährung Real werden zudem die Exporte teurer, während in den USA die Nachfrage begrenzt ist, der Preisdruck aber enorm. Über Jahre hatten die Werke die Bilanz des Konzern verhagelt.

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  • Wer hat denn die Blindflansche gezwungen, im Ausland zu "investieren"? Das Geld ist weg, wahrscheinlich von vorneherein als Reparationszahlungen versprochen.

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