Tiefbaukonzern
Unruhen in Nordafrika belasten Bauer

Wie klein die Welt geworden ist zeigt das Beispiel Bauer: Der Tiefbaukonzern musste wegen den Unruhen in Nordafrika im ersten Quartal herbe Einbußen hinnehmen.
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München

Verzögerungen von Bauprojekten wegen der politischen Umwälzungen in Nordafrika haben den Tiefbaukonzern Bauer Anfang 2011 zu schaffen gemacht. Die Konzernleistung im Baugeschäft ging im ersten Quartal leicht zurück, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Alleine auf dem Tahrir-Platz in der ägyptischen Hauptstadt Kairo standen drei Bauprojekte von Bauer Anfang des Jahres still. Ingesamt fiel ein Verlust von 2,6 Millionen Euro an nach einem Minus von 4,4 Millionen Euro ein Jahr zuvor.

Ein Verlust im Auftaktquartal ist aufgrund des saisonalen Verlaufs im Baugeschäfts bei Bauer normal, weshalb Firmenchef Thomas Bauer die bisherige Jahresprognose bekräftigte. "Die Beeinträchtigung unserer Geschäfte durch die politischen Unruhen in einigen Ländern des Mittleren Ostens können wir durch unsere internationale Präsenz in rund 70 Ländern relativ gut kompensieren." Optimistisch stimmt den Firmenchef vor allem die gute Geschäftsentwicklung im Maschinenbau und der Umwelttechnik.

Beide Bereiche haben sich schneller als der Bau von der Wirtschaftskrise erholt und trugen maßgeblich dazu bei, dass die Gesamtleistung des Konzerns um 17,8 Prozent auf 307,5 Millionen Euro stieg. Der Auftragseingang kletterte sogar um 24,1 Prozent auf 363,9 Millionen Euro. Im Gesamtjahr rechnet Bauer weiter mit einer Gesamtkonzernleistung von 1,4 Milliarden Euro und einen Gewinn von gut 45 Millionen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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