TMD Friction
Umsatzboom statt Insolvenzprobleme

Nur zwei Jahre nach der Rettung aus der Insolvenz geht es dem Autozulieferer TMD Friction erstaunlich gut. Der Umsatz steigt unerwartet schnell, die Investitionen scheinen sich auszuzahlen.
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Frankfurt

Der Umsatz sei 2010 um 20 Prozent auf 637 Millionen Euro nach oben geschnellt, teilte der Leverkusener Bremsbeläge-Hersteller am Montag mit. Das operative Ergebnis (Ebitda) habe bereinigt bei 71 Millionen Euro und damit um 160 Prozent über Vorjahr gelegen.

Die Investitionen begännen sich nun auszuzahlen, sagte TMD-Chef Derek Whitworth. Vor allem in China und Lateinamerika stehe TMD starkes Wachstum bevor. Die steigenden Rohstoffpreise wolle das Unternehmen teilweise durch Preiserhöhungen und teilweise durch Effizienzsteigerungen auffangen.

"Gegenwärtig erwägen wir eine Reihe von Optionen, um die Wachstumsstrategie des Unternehmens zu untermauern", erklärte Whitworth. Der Finanzinvestor Pamplona hatte TMD 2009 aus der Insolvenz heraus gekauft. Finanzkreisen zufolge werden derzeit ein Verkauf oder Börsengang gegen Ende dieses Jahres geprüft.

Whitworth hatte dazu im Reuters-Interview gesagt, es gebe noch keine konkreten Börsenpläne: "Operativ wären wir bereits reif für einen Verkauf. Aber Pamplona hat mit dem Ausstieg keine Eile." Den Kreisen zufolge könnte Pamplona mit einem Erlös von rund 600 Millionen Euro rechnen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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