Tochter Ferrostahl
MAN will Stahlhandel abspalten

MAN will Handel und die Logistik mit Stahlprodukten aus der Dienstleistungssparte MAN Ferrostaal abspalten und in eine Partnerschaft mit einer anderen Gesellschaft einbringen. Den ersten Schritt zur Neuordnung des Stahlgeschäfts hat der Konzern bereits vollzogen.

HB ESSEN/MÜNCHEN. Zu diesem Zweck sollen die Stahlaktivitäten in eine neu zu gründende Ferrostaal Metals Group transferiert werden, wie die Tochter des Nutzfahrzeug- und Maschinenbaukonzern am Freitag mitteilte. Danach soll ein Partner die Mehrheit an dem neuen Unternehmen übernehmen. Eine spätere Veräußerung der MAN-Beteiligung sei denkbar.

„Wir glauben, dass die Wachstumschancen, die diese Branche bietet, in einer Partnerschaft wesentlich besser realisiert werden können als alleine,“ begründete der Vorstandsvorsitzende von MAN Ferrostaal, Matthias Mitscherlich. Angestrebt werde eine Partnerschaft mit einem großen Stahlhandelsunternehmen oder einem Unternehmen aus dem „Down Stream-Bereich“. Dieser Partner solle in den kommenden Monaten gefunden werden.

Das Stahlgeschäft der MAN Ferrostaal macht einen jährlichen Umsatz von über einer Milliarde Euro aus und beschäftigt weltweit insgesamt 200 Mitarbeiter. Es besteht aus der globalen Vermarktung und Beschaffung sowie der Logistik verschiedener Stahlsorten, darunter Flach- und Langprodukte, Halbzeug, Walzdraht, Bleche, Röhren und Spezialstähle.

Im August 2006 hatte Ferrostaal als ersten Schritt im Zuge der Neuordnung die deutschen Stahlaktivitäten in eine eigenständige, neu gegründete Gesellschaft eingebracht, die Ferrostaal Metals GmbH. Transferiert wurden dabei auch 50 Mitarbeiter der MAN Ferrostaal in Essen. Der nächste geplante Schritt ist den weiteren Angaben zufolge, diese Gesellschaft zusammen mit den nordamerikanischen und brasilianischen Stahlaktivitäten in die neu gegründete Ferrostaal Metals Group zu integrieren.

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