Tochtergesellschaft Belfor
Haniel will Sparte mit 3 000 Mitarbeitern loswerden

Der neue Haniel-Chef Eckhard Cordes will eine der sechs Sparten des Duisburger Mischkonzerns verkaufen. Die Gespräche laufen schon.

HB FRANKFURT. Bei der Sparte handele es sich um die auf die Sanierung von Brand- und Wasserschäden spezialisierte Tochtergesellschaft Belfor, sagte eine Haniel-Sprecherin am Samstag und bestätigte damit einen Bericht der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Sie sprach von mehreren Interessenten. „Wir hoffen, noch diesen Monat zu einem Abschluss zu kommen“, sagte die Sprecherin.

Dem Blatt zufolge erwirtschaftete Belfor zuletzt mit etwa 3 000 Mitarbeitern einen Umsatz von 491 Mill. Euro. Die Zahlen beziehen sich der Sprecherin zufolge auf das Jahr 2004. 2005 habe die Tochter den höchsten Gewinn der Firmengeschichte erzielt. Auf lange Sicht passe Belfor gleichwohl nicht in das Portfolio des Mischkonzerns und solle darum veräußert werden. Überlegungen über einen Verkauf weiterer Sparten gebe es nicht. Haniel legt am Dienstag die Bilanz für das vergangene Jahr vor.

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Der ehemalige Mercedes-Chef Cordes leitet Haniel seit Jahresbeginn. Zu dem in Familienbesitz befindlichen Konzern gehören der Stuttgarter Pharmahändler Celesio, der Büromöbel-Versandhändler Takkt sowie ein großes Paket am Handelskonzern Metro, dessen Aufsichtsratschef Cordes zugleich auch ist. Der Haniel-Sprecherin zufolge wollen die Duisburger an ihrem rund 19-prozentigen Anteil an der Metro AG festhalten. An der Beteiligung werde sich nichts ändern, sagte sie.

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