Tochtergesellschaft geht an Finanzinvestor
Babcock verkauft NEM-Gruppe

Der insolvente Anlagenbauer Babcock Borsig hat seine niederländische Tochtergesellschaft NEM BV an einen ebenfalls in den Niederlanden ansässigen Finanzinvestor verkauft.

Reuters DÜSSELDORF. Über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden, sagte ein Babcock-Sprecher der Nachrichtenagentur Reuters am Freitag. Auch wollte er den Namen des Investors nicht nennen. In unternehmensnahen Kreisen hieß es, es handele sich um die Finanzgruppe HTP Investments BV.

Die NEM-Gruppe ist nach Babcock-Angaben Weltmarktführer in der Herstellung von Abhitzekesseln für Kraftwerke. Das Unternehmen beschäftigt den Angaben zufolge rund 600 Mitarbeiter, davon etwa 150 in Deutschland. Für die NEM, die als Babcock-Tochter zwar nicht selber Insolvenz angemeldet hatte, aber lange ebenfalls als Sorgenkind galt, waren Verkaufsgespräche in der Vergangenheit bereits mehrfach gescheitert.

Babcock-Vorstandschef Horst Piepenburg ist zusammen mit dem Insolvenzveralter Helmut Schmitz seit Monaten bemüht, die zahlreichen Töchter und Beteiligungen des Oberhausener Traditionskonzerns nach und nach zu verkaufen. Zuletzt hatte Babcock in dieser Woche den Verkauf seiner Kraftwerks-Service-Sparte an den Finanzinvestor Deutsche Beteiligungs-AG (DBAG) angekündigt. Damit sind alle Sparten der im vergangenen Oktober gegründeten Auffanggesellschaft in fremde Hände gegangen. Auf der Verkaufsliste stehen nun noch der lukrative Aachener Maschinenbauer Schumag und eine Reihe kleinerer Auslandsbeteiligungen. Gegen Babcock und zahlreiche Töchter war im vorigen September ein Insolvenzverfahren wegen Zahlungsunfähigkeit eingeleitet worden.

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