„Tödliche Risiken“

Sanofis Hoffnungsträger in USA nicht zugelassen

Mit dem Multiple-Sklerose-Mittel Lemtrada wollte der französische Pharmakonzern Sanofi in den USA an Land gewinnen – doch nun der Rückschlag: Für die Arzneimittelbehörde FDA sind die Risiken des Mittels zu hoch.
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Die FDA macht Sanofi bei dem neuen Mittel Lemtrada einen Strich durch die Rechnung: Bereits Anfang November hatte die FDA Sicherheitsbedenken angemeldet und vor möglicherweise tödlichen Risiken des Mittels gewarnt. Quelle: AFP

Die FDA macht Sanofi bei dem neuen Mittel Lemtrada einen Strich durch die Rechnung: Bereits Anfang November hatte die FDA Sicherheitsbedenken angemeldet und vor möglicherweise tödlichen Risiken des Mittels gewarnt.

(Foto: AFP)

ParisDer französische Pharmakonzern Sanofi hat in den USA einen Rückschlag mit einem seiner Hoffnungsträger erlitten. Die dortige Arzneimittelbehörde FDA ließ das Multiple-Sklerose-Mittel Lemtrada nicht für den weltweit größten Medikamentenmarkt zu, wie Sanofi am Montag mitteilte.

Das Mittel gehört seit der 20 Milliarden Dollar schweren Übernahme des US-Biotechnologiekonzerns Genzyme zum Sanofi-Repertoire. Genzyme habe nicht zeigen können, dass der Nutzen des Mittels die ernstzunehmenden Risiken überwiege, erklärte nun die FDA. Vor einer Zulassung seien weitere Untersuchungen nötig. Sanofi kündigte Einspruch gegen den Beschluss an.

An der Pariser Börse sorgte die Nachricht für Enttäuschung: Die Sanofi-Aktie verlor am Vormittag knapp ein Prozent.

Bereits Anfang November hatte die FDA Sicherheitsbedenken angemeldet und vor möglicherweise tödlichen Risiken des Mittels gewarnt, das auch unter dem Namen Alemtuzumab bekannt ist. Für die EU hatte Sanofi jedoch bereits im September die Zulassung für das Medikament erhalten. Experten trauen Lemtrada bis 2017 einen Jahresumsatz von 650 Millionen Dollar zu.

  • rtr
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1 Kommentar zu "„Tödliche Risiken“: Sanofis Hoffnungsträger in USA nicht zugelassen"

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  • "Für die EU hatte Sanofi jedoch bereits im September die Zulassung für das Medikament erhalten." In der EU wird scheinbar jeder Blödsinn zugelassen.

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