Dieselmotorenhersteller Tognum
mit Sitz in Friedrichshafen will mit einem Gemeinschaftsunternehmen die Tür zum chinesischen Markt weiter aufstoßen.
HB SCHANGHAI. Zusammen mit der China North Industries Group Corporation (Norinco) soll die Tochter MTU
Friedrichshafen von 2009 an Motoren für den Einsatz in Schiffen, Minenfahrzeugen und als Notstromaggregate gebaut werden, wie Tognum
am Mittwoch in Schanghai mitteilte. Parallel dazu wird auch das Service-Geschäft ausgebaut. Dafür werden regionale Stützpunkte in Peking, Shanghai und Suzhou, Hongkong sowie Chengdu eingerichtet.
"Für uns ist Asien, speziell China und Indien, der Wachstumsmarkt der Zukunft. Der Bedarf an Hochleistungsdieselmotoren, wie sie die Tognum
-Tochter MTU
herstellt, wird in den kommenden Jahren enorm zunehmen“, sagte Vorstandschef Volker Heuer.
Große Hoffnungen ruhten vor allem auf dem Kohle-Bergbau, der Modernisierung der chinesischen Küstenflotte und der Lieferung von Notstromaggregaten für Kernkraftwerke. Damit will Tognum
vom angekündigten Bau etlicher Atomkraftwerke in China profitieren. Mit Hilfe des Joint-Ventures will das Unternehmen den Asien-Umsatz in den kommenden Jahren deutlich erhöhen. Nähere Angaben machte Heuer hier zunächst aber nicht.

