Top-Kunden erhalten Anschlüsse zu Langstreckenflügen mit Privatjets
Lufthansa will mit Privat-Airline Netjets kooperieren

Die Deutsche Lufthansa will sich künftig stärker als First-Class-Fluggesellschaft positionieren und zu diesem Zweck das Geschäft mit exklusiven Business-Jets ausbauen. Nach Handelsblatt-Informationen plant der Luftfahrtkonzern eine Kooperation mit der US-Firma Netjets, dem weltweit größten Betreiber von Privatflugzeugen.

HB DÜSSELDORF. Lufthansa beabsichtigt, First- Class-Gäste künftig von ihrem Heimatflughafen mit kleinen Privatjets zum Abflugort des anschließenden Langstreckenfluges zu bringen. Dafür werde Lufthansa bei Netjets ein entsprechendes Kontingent an Flugzeugen buchen. Wie es in Unternehmenskreisen hieß, soll die Kooperation mit Beginn des Sommerflugplans im April 2005 starten, zunächst testweise für Langstreckenflüge ab München. Sollte der Feldversuch erfolgreich sein, könne die Partnerschaft auf weitere Standorte ausgedehnt werden, hieß es. Über Details werde noch verhandelt.

Ein Netjets-Sprecher wollte keinen Kommentar zu den Informationen abgeben. Auch Lufthansa äußerte sich nicht offiziell. Vorstandschef Wolfgang Mayrhuber hat in der Vergangenheit allerdings mehrfach hervorgehoben, im Rahmen einer Vollsortiment-Strategie auch das wachsende Geschäftsfeld mit noblen Business-Jets im Auge zu haben: „Wir müssen dem VIP-Passagier einen Service bieten, der nahe am Privatflieger positioniert ist“, sagte Mayrhuber zuletzt in der aktuellen Ausgabe der Touristik-Fachzeitschrift „FVW International“.

Bisher kooperiert Lufthansa in diesem Geschäftsfeld mit der Schweizer Privat Air, deren Business-Jets seit Mai 2003 München und Düsseldorf mit Zielen in den USA verbinden: Nach New York und Chicago werden Flugzeuge mit maximal 48 Business-Class-Sitzen eingesetzt. Ein Sprecher des Flughafens München sagte, die Privat- Air-Maschinen seien regelmäßig sehr gut gebucht.

Wegen ihrer festen Flugplanzeiten sind Linienflüge für die individuelle Termingestaltung von Geschäftsreisenden häufig nicht ideal. Privatjets können dagegen flexibel nach Kundenwunsch starten. Deshalb richtet sich die Privatflug-Branche auf einen Boom ein, der weit über den aktuellen Aufschwung der Weltkonjunktur hinausgeht. Netjets betreibt inzwischen eine Flotte von mehr als 535 Privatflugzeugen und hat gut 6 000 Kunden, darunter Großkonzerne wie General Electrics und Sportstars wie Golfprofi Tiger Woods.

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