Vor allem der US-Markt macht Toyota
zu schaffen. Dort werde der weltgrößte Autobauer weniger Autos verkaufen als geplant, vermuten die Konzernstrategen und senken deswegen ihre Absatzprognose für das laufende Jahr. Betroffen sind auch Tochterunternehmen. Denn der US-Markt allein ist nicht die Ursache für die Absatzprobleme.
HB TOKIO. Toyota
werde nun voraussichtlich 9,5 Millionen Fahrzeuge verkaufen, teilte das japanische Unternehmen mit. Bislang hatte Toyota
einen Absatz von 9,85 Millionen Fahrzeugen in Aussicht gestellt. Grund sei vor allem die erwartete Schwäche auf dem US-Markt.
Die neue Prognose bedeutet immerhin noch ein Plus von einem Prozent zum Vorjahr. Das Unternehmen kürzte aber auch sein Produktionsziel auf 9,5 Mio von zuvor 9,95 Mio hergestellten Einheiten. Diese Prognosen umfassen auch die Verkäufe von Unternehmenseinheiten wie die Daihatsu
Motor Co oder die Hino Motors
Ltd.
Damit bestätigte das Unternehmen kursierende Marktgerüchte. Am Mittwoch hatte die japanische Nachrichtenagentur "Nikkei" von der Senkung des Absatzziels um 350 000 auf 9,5 Mio Fahrzeuge berichtet.
Diese ungewöhnliche scharfe Herabsetzung des Absatzziels erfolgt mit Blick auf sinkende Absatzzahlen in Europa, den USA und in Japan wegen der weltweit gestiegenen Treibstoffpreise. Auch in China verlangsamte sich das Absatzwachstum.

