Traditionsreicher Porzellanhersteller: Insolvenzverwalter: Rosenthal kann gerettet werden

Traditionsreicher Porzellanhersteller
Insolvenzverwalter: Rosenthal kann gerettet werden

Hoffnung für den traditionsreichen Porzellanhersteller in Selb: Der vorläufige Insolvenzverwalter der Rosenthal AG, Volker Böhm, sieht gute Chancen für eine Rettung insolventen Unternehmens. Böhm zufolge, sei eine Vielzahl an Unternehmen an einer Übernahme interessiert.

HB SELB. „Wir wissen um die Strahlkraft der Marke und die Attraktivität des Unternehmens, damit ist eine gute Ausgangsbasis für eine erfolgreiche Fortführung gegeben“, sagte Böhm am Donnerstagabend bei einer Sitzung des Stadtrates in Selb. „Wir hoffen, dass wir eine gute Lösung finden.“

Wenige Tage nach dem Insolvenzantrag am 9. Januar seien die Gespräche mit dem Investor wieder aufgenommen worden, die bereits vor der Zahlungsunfähigkeit des Unternehmens und seiner irischen Mutter Waterford Wedgwood kurz vor dem Abschluss gestanden hätten, berichtete Böhm. Dieser Investor habe ein ganz starkes Interesse an der Fortführung der Produktion. Auch die Abstimmung mit der beteiligten Bank verlaufe sehr gut. Böhm wollte am Donnerstag aber noch keinen Termin für eine Abschluss nennen. „Das wird wohl noch einige Wochen dauern“, sagte er.

Nach Angaben Böhms gibt es eine Vielzahl von Interessenten für die Übernahme von Rosenthal. Die Rede ist von rund 40 potenziellen Investoren. Die Vielzahl von Anfragen müsse in Ruhe und ganz nüchtern abgearbeitet werden, bat Böhm um Geduld. Dabei gelte es auszuloten, ob ein Käufer nur Interesse an der weltbekannten Marke habe oder die Zukunft des Unternehmens gewährleisten wolle.

In den vergangenen drei Wochen hat sich Böhm um die Stabilisierung des Geschäftsbetriebes bemüht und Gespräche mit Lieferanten und Käufern geführt. Die Löhne und Gehälter der noch rund 1500 Mitarbeiter seien durch das Insolvenzausfallgeld für drei Monate gesichert und würden pünktlich ausbezahlt.

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