Trafo-Kartell
Millionenstrafen für Siemens und ABB

Über Jahre sprachen Siemens, ABB und weitere Anbieter ihre Preise für Strom-Transformatoren ab. Die Kartellwächter haben die Unternehmen nun zu Millionenstrafen verdonnert. Auch die ausländische Konkurrenz ist betroffen.
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MünchenWegen verbotener Absprachen müssen Siemens, ABB und zwei weitere Anbieter von Strom-Transformatoren Millionenbußen zahlen. Das Bundeskartellamt verhängte nach Angaben von Donnerstag insgesamt Geldbußen von 24,3 Millionen Euro. Die Unternehmen, zu denen auch Alstom Grid in Frankfurt und Starkstrom-Gerätebau in Regensburg zählen, hätten von Frühjahr 1999 bis März 2004 wettbewerbsbeschränkende Absprachen getroffen und den deutschen Markt für Leistungstransformatoren unter sich aufgeteilt. „Ausschreibungen zahlreicher Energieversorgungsunternehmen waren betroffen“, sagte Behördenchef Andreas Mundt.

Das Bundeskartellamt hatte das Verfahren im August 2008 eingeleitet. Grundlage war eine Nachprüfung der EU-Kommission in mehreren EU-Ländern. Außerhalb Deutschlands wurden Geldbußen gegen sieben Unternehmen von insgesamt 67,6 Millionen Euro verhängt.

Die vier in Deutschland ansässigen Firmen beziehungsweise ihre Töchter trafen ihre Absprachen laut Kartellamt regelmäßig und arbeitsteilig: Die Geschäftsführer kümmerten sich bei ein bis zwei Treffen im Jahr um strategische Entscheidungen und setzten Marktanteilsquoten für mittlere und große Leistungstransformatoren fest. Die Vertriebsleiter sprachen demnach alle zwei bis drei Monate konkrete Projekte und Ausschreibungen ab. Alle vier betroffenen Unternehmen hätten im Laufe des Kartellverfahrens mit der Behörde kooperiert und dafür niedrigere Bußgelder erhalten, hieß es. Die Geldbußen seien noch nicht rechtskräftig, allerdings hätten sich alle Firmen einverstanden erklärt, um das Verfahren zu beenden.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Weiß jemand ob die Geschädigten Anspruch auf Entschädigung haben?

  • Weiß jemand ob die Geschädigten Anspruch geltend machen können?

  • Als Insider der Branche kann ich nur bestätigen: Die sogenannten "Erfolge" vieler Unternehmen im Bereich Anlagen- und Aggregatebau basieren oft auf Korruption und Wettbewerbsabsprachen, werden am Ende also vom Steuerzahler oder Verbraucher bezahlt.

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