Tragflächen-Bruch: Airbus will Scharte beim A380 bereits ausgewetzt haben

Tragflächen-Bruch
Airbus will Scharte beim A380 bereits ausgewetzt haben

In der vergangenen Woche machte eine gebrochene Tragfläche beim Riesenvogel A380 Schlagzeilen. Der Aktienkurs des Mutterkonzerns EADS brach daraufhin heftig ein. Nun sagt der europäischen Flugzeugbauer, er habe das Problem längst behoben.

HB SINGAPUR. „Flügel, die heute gebaut werden, sind nicht identisch mit denen der Bruchzelle“, sagte eine Airbus-Sprecherin am Montag in Singapur. Dort beginnt am Dienstag mit der Asian Aerospace 2006 die drittgrößte Luftfahrtmesse der Welt. Das geborstene Bauteil sei schon vor mehr als eineinhalb Jahren gefertigt worden.

Bei einem extremen Belastungstest war in der vergangenen Woche ein Riss in einer Tragfläche des A380 aufgetreten. Der Flügel eines Vorserienmodells war bis an die Grenzen der Belastbarkeit verbogen worden. Derzeit wird diskutiert, ob der missglückte Test Konsequenzen für die Zulassung des Flugzeuges durch die Luftfahrtbehörden hat.

Für Airbus scheint der Fall jedoch weitgehend erledigt. Der Mutterkonzern EADS erwartet einen steigenden Absatz des weltgrößten Passagierflugzeugs A380, sobald die Maschine Ende des Jahres den Linienbetrieb aufgenommen hat. „Bei neuen Flugzeugprogrammen wollen Fluggesellschaften, die nicht von Anfang an dabei sind, erst die Leistung im Betrieb sehen“, sagte EADS-Vorstandschef Tom Enders am Montag in Singapur. Singapore Airlines ist die erste Fluggesellschaft, die den A380 in Betrieb stellt. Sie hat 10 Exemplare fest geordert und für 15 weitere eine Kaufoption. Insgesamt liegen Airbus 159 feste Bestellungen für den A380 vor.

EADS erwartet, dass der Anteil seines Umsatzes in der Region Asien-Pazifik in den nächsten fünf Jahren von 15,5 Prozent 2004 auf 20 Prozent steigt. 2015 sollen dann 30 Prozent erreicht werden, sagte Enders weiter. Indian Airlines orderte am Wochenende im Vorfeld der Asian Aerospace alleine 43 Maschinen zum Listenpreis von 2,5 Mrd. Euro, um damit seine Flotte zu modernisieren. Auf der Messe zeigen bis Sonntag mehr als 900 Unternehmen der Luftfahrtindustrie aus 43 Ländern ihre Produkte.

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