Traineeprogramm
VW setzt auf Fachkräfte aus Südeuropa

Volkswagen will mehr Ingenieure aus Südeuropa anlocken, weil Fachkräfte fehlen. Mit einem Traineeprogramm sollen vorerst Akademiker aus Spanien und Portugal fit gemacht werden. Die Teilnehmer arbeiten auch in der Heimat.
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HamburgDer Fachkräftemangel in Deutschland macht Volkswagen erfinderisch: Da der rasant wachsende Autokonzern hierzulande nicht genügend Ingenieure findet, lockt er Fachkräfte aus Südeuropa an, wo die Berufschancen selbst für gut ausgebildete junge Menschen wegen der Schuldenkrise schlechter sind. „Volkswagen richtet sich mit diesem Programm zunächst an Hochschulabsolventen aus Spanien und Portugal“, sagte Personalvorstand Horst Neumann am Montag. Teilnehmern des zweijährigen Traineeprogramms mit dem Titel „StartUp Europe“ winkt im Anschluss eine Festanstellung.

Das Angebot stößt den Angaben zufolge bei jungen Akademikern auf enormes Interesse. Auf 43 Plätze hätten sich bereits mehr als 1800 Bewerber gemeldet. Für 13 Teilnehmer habe das Programm schon begonnen, weitere sollten im Oktober und November folgen. Die Teilnehmer würden zunächst in ihrer Heimat Spanien oder Portugal eingesetzt, wo VW Werke unterhält. Danach folgen mehrere Monate in einer deutschen Konzerngesellschaft.

Volkswagen ist in den vergangenen Monaten durch die Übernahmen des Lastwagenbauers MAN, des Motorradbauers Ducati und des Sportwagengeschäfts von Porsche auf zwölf Marken gewachsen. Für den Riesenkonzern mit alleine sieben Pkw-Marken arbeiten weltweit mehr als eine halbe Million Menschen. In den nächsten Jahren will VW die Zahl der rund um den Globus verkauften Autos auf über zehn Millionen steigern und die Konkurrenten Toyota und GM auf die Plätze verweisen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Traineeprogramm: VW setzt auf Fachkräfte aus Südeuropa"

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  • "Ebenso ist unser Arbeitsmarkt voll mit Ingenieuren aus allen möglichen BEreichen.....hier gehts darum, weiter schön Leute reinzuholen die den Scheiss für weit weniger Geld machen...that's it!"

    Dann wären Chinesen billiger.
    VW unterhält Werke in Spanien, da ist es nur folgerichtig, diesen Nachwuchs auch zu schulen.
    Die deutsche Bildungspolitik mit ihren merkwürdigen Hochschul-Reformen trägt ja nicht gerade dazu bei.

  • LOOOOL Sorry aber irgendwas stinkt hier: Wir haben tausende Ingenieure die komischerweise alle abwandern...wieso wohl? Ebenso ist unser Arbeitsmarkt voll mit Ingenieuren aus allen möglichen BEreichen.....hier gehts darum, weiter schön Leute reinzuholen die den Scheiss für weit weniger Geld machen...that's it!

    Das selbe Spiel habe ich auf einer Grossbaustelle in Stuttgart gesehen wo fast alle samt Bauleitern aus Rumänen bestehen die über Vermittlungsagenturen hier arbeiten und teilweise in Baracken oder zu 30 in kleinen Häusschen im Umland unter katastrophalen Bedingungen hausen....In Deutschland gibts nämlich keine BAuarbeiter mehr, gell?

    Weiter so Germany... die Verarschung mit den Fachkräften glaubt bald nur keiner mehr.

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