Traktor-Hersteller
Wie der grüne Riese John Deere Millionen erntet

Heute legt der US-Landmaschinenbauer John Deere seine Quartalszahlen vor. Das erfolgsverwöhnte Unternehmen wächst und wächst, doch wird es auch die verheerende Dürre in den USA und Ernteausfälle wegstecken?
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New YorkAmerikas Landwirtschaft macht gerade schwere Zeiten durch. In weiten Teilen des Landes wütet die schlimmste Dürre seit 50 Jahren, die Rekordhitze der vergangenen Wochen hat bereits ein Sechstel der Ernte vernichtet. Während die Bauern den niedrigsten Ertrag seit 17 Jahren erwarten, hat die Regierung für besonders betroffene Farmer bereits Hilfsprogramme gestartet.

Inmitten dieser düsteren Botschaften läuft ausgerechnet beim weltgrößten Hersteller von Landmaschinen offenbar noch alles rund: Deere & Company, die US-Traditionsfirma mit den charakteristischen grün-gelben John-Deere-Traktoren, wird nach Einschätzung von Experten an diesem Mittwoch solide Zahlen vorlegen.

„Es dürfte ein gutes Quartal sein“, sagte Larry De Maria, Analyst bei William Blair, der Finanznachrichtenagentur Bloomberg. Experten erwarten im Schnitt einen Gewinnsprung von bis zu 37 Prozent, der Umsatz dürfte um 16 Prozent auf 9,6 Milliarden Dollar zulegen.

Die Folgen der aktuellen Dürre werden wohl eher erst 2013 zu spüren sein. Viele Bauern wollten erst einmal bis Jahresende abwarten, ob sie neues Material bestellen, schrieb die US-Bank JP Morgan Mitte Juli in einer Einschätzung – und stufte die Deere-Aktie vorsorglich herab.

Dieses Jahr aber sollte das Geschäft trotz Dürre weiter gut laufen: Die Orderbücher sind voll, John Deere profitiert davon, dass US-Bauern im vergangenen Jahr mit ihrer Ernte so viel Geld verdient hatten wie noch nie und dadurch in ihren Fuhrpark investieren. Das sehen offenbar auch Anleger so: Das Papier legte seit Jahresbeginn um 3,6 Prozent zu.

Grund für die gute Nachfrage ist aber auch das wachsende Auslandsgeschäft. Die Verkäufe außerhalb der USA und Kanadas erreichten im vergangenen Geschäftsjahr bereits einen Anteil von 39 Prozent, im Jahr 2010 waren es noch 29 Prozent. Und geht es nach Deere-Chef Samuel Allen, sollen es bis 2018 gut die Hälfte sein.

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Viele Bauern lassen ihren Ochsen stehen und kaufen Traktoren

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  • "Viele Bauern lassen ihren von Ochsen gezogenen Pflug stehen und kaufen einen Traktor."
    So stellen sich Vorschulkinder "Wirtschaft" vor.

  • "die US-Traditionsfirma mit den charakteristischen grün-weißen John-Deere-Traktoren"
    ...da ist wohl jemand farbenblind...

  • Was viele nicht wissen hieß der Gründer John Hjort und war schwedischer Emigrant. Hjort konnten die Amerikaner nicht aussprechen und deshalb wurde Hjort übersetzt: Deere
    Damit war die Firma John Deere gegründet.



    Der Gründer der

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