Industrie
Transnet-Chef betrachtet Stellenabbau bei der Bahn als beendet

dpa-afx BERLIN. Der Vorsitzende der Eisenbahner-Gewerkschaft Transnet, Norbert Hansen, sieht den jahrelangen Stellenabbau bei der Deutschen Bahn als beendet an und rechnet "noch in diesem Jahrzehnt" mit Neueinstellungen. "Das hängt schon allein mit der Liberalisierung des europäischen Eisenbahnnetzes zusammen", sagte Hansen der "Netzeitung". Dadurch ergäben sich für die Bahn viele neue Möglichkeiten - nicht nur im Inland, sondern insbesondere im grenzüberschreitenden Güterverkehr.

Seine Gewerkschaft habe "viele Jahre lang schwere Entscheidungen mitgetragen", sagte Hansen mit Blick auf den massiven Personalabbau. Dieser sei aber jetzt abgeschlossen. Es gebe zwar noch Planungen, durch neue Technologien Synergien zu erzielen. "Aber im gesamten operativen Bereich ist kein Stellenabbau mehr möglich", betonte der Transnet-Chef, der auch als stellvertretender Vorsitzender dem Aufsichtsrat des Konzerns angehört.

Hansen verteidigte die für den Fahrplanwechsel im Winter angekündigten Preiserhöhungen. Der Anstieg liege weit unter dem, was Autofahrer an der Tankstelle verkraften müssten. Von daher bleibe es attraktiv, auf die Bahn umzusteigen. Die Bahn habe mit steigenden Energiekosten genau so zu kämpfen wie Autofahrer oder Gaskunden, sagte er der "Netzeitung".

Die Deutsche Bahn hatte vor drei Wochen Preiserhöhungen zum Fahrplanwechsel am 11. Dezember angekündigt. In der zweiten Klasse verteuern sich die Tickets danach um durchschnittlich 2,9 Prozent, in der ersten um 4,1 Prozent. Die von der Bahn mit den gestiegenen Energiekosten begründeten Preiserhöhungen gelten sowohl im Nah- als auch im Fernverkehr.

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