Transport- und Logistikbranche
Gütergeschäft der Bahn zieht an

Die Transport- und Logistiksparte der Deutschen Bahn wächst ungebremst. Selbst das lange Zeit schwächelnde Schienengeschäft der Transporttochter Railion schafft in diesem Jahr die Rückkehr in die schwarzen Zahlen. Für die Aufwärtsentwicklung ist unter anderem die Spedition Schenker, eine Bahn-Tochter, verantwortlich. Deren Zukunft ist aber noch ungewiss ist.

DÜSSELDORF. Der Umsatz in der Transport- und Logistiksparte der Deutschen Bahn stieg von Januar bis September gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 33 Prozent auf knapp 13 Mrd. Euro. Rund 1,8 Mrd. Euro steuerte die 2005 in den USA erworbene Spedition Bax bei, sagte Sparten-Vorstand Norbert Bensel in einem Gespräch mit dem Handelsblatt. Bereinigt um Bax betrage der Zuwachs 15 Prozent. Auch der lange Zeit schwächelnde Schienengüterverkehr der Tochter Railion schaffe den Turnaround in diesem Jahr „sicher mit einem hohen zweistelligen Millionenergebnis“.

Im Herbst setzte sich die positive Entwicklung weiter fort. Mit 320 Mill. Euro Umsatz allein im deutschen Markt habe Railion im Oktober das seit fünf Jahren höchste Monatsergebnis erzielt, sagte Bensel weiter. Der Chef der Gruppe DB Logistics führt die Aufwärtsentwicklung nicht nur auf die Konjunktur zurück, sondern auf den Ausbau des internationalen Geschäfts und auf eine wachsende Verzahnung der Spedition Schenker mit dem Schienenverkehr. Die Verknüpfung gehe „in die richtige Richtung. „Es gibt in Europa keinen nationalen Bahn-Güterverkehr mehr.“ Gefragt sei das „Vollsortiment“ internationaler Problemlösungen. Dies könne die Sparte inzwischen „verkehrsträgerübergreifend“ anbieten, sagte der Bahn-Manager.

In den Unternehmensberatungen heißt es dagegen, Schenker sei zwar eine „Perle für den Bahnkonzern“, doch es gebe kaum operative Synergien zwischen Schiene und dem weltweiten Logistikgeschäft. Die Idee des Logistikkonzerns, der alles unter einem Dach bietet, sei zwar gut, bei der Bahn aber nie attraktiv umgesetzt worden, sagte ein Berater.

Ungeachtet dessen erteilte Bensel Überlegungen in der Politik eine Absage, den Bahn-Börsengang auf Schenker – und dort auf 49 Prozent – zu beschränken. Dies würde die Strategie vom weltweiten Mobilitätskonzern „schwer steuerbar machen“. In der Bahn-Holding Entscheidungen herbeizuführen sei sicher einfacher als in einem Aufsichtsrat, der dann auch bahnfremde Interessen vertrete.

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