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27.12.2004 
Verhandlungen über Verlängerung der Trasse beginnen Anfang Februar

Transrapid in Schanghai schwebt nicht weit genug

Technisch ist die Bilanz gut, doch wirtschaftlich rechnet sich der Transrapid in Schanghai noch nicht.

HB SCHANGHAI. Zwei Jahre nach der Jungfernfahrt und ein Jahr nach der regulären Inbetriebnahme der weltweit ersten kommerziellen Magnetbahnstrecke in der chinesischen Hafenmetropole scheint eine Lösung gleichwohl in Sicht. Eine Verlängerung der nur 30 Kilometer langen Flughafenstrecke über weitere 158 Kilometer in die benachbarte Sieben-Millionen-Stadt Hangzhou könnte die Magnetbahn profitabler machen. Die Verhandlungen sollen nach dem chinesischen Neujahrsfest Anfang Februar beginnen.

Im Moment schwebt der Passagier zwar mit 400 Stundenkilometern in nur acht Minuten vom internationalen Flughafen Pudong in Richtung Schanghai. Doch seine Fahrt endet unversehens am U-Bahnhof Longyang am äußeren Stadtrand, wo die Fahrgäste noch einmal ähnlich lange brauchen, um mühsam mit ihrem Gepäck über Rolltreppen in die U-Bahn oder ein Taxi umzusteigen, das sie erst ins Zentrum der 20 Millionen Einwohner großen Metropole bringt. Da das Taxi auch noch billiger als der Transrapid ist, lockt das schnellste Zugsystem der Welt vor allem als hochtechnologische Attraktion. Nach Umfragen fährt etwa jeder zweite Fahrgast aus touristischen Gründen mit dem Transrapid.

Wegen des geringen Passagieraufkommens mussten die Preise im April von 75 auf 50 Yuan (heute 6,70 und 4,50 Euro) gesenkt werden. Damit verdoppelte sich die Zahl der Fahrgäste auf zuletzt 8 000 bis 9 000 am Tag. Doch die Einnahmen erreichten im ersten Betriebsjahr nur 130 Millionen Yuan (heute 11,6 Mio Euro). Bei Investitionen von 1,2 Milliarden US-Dollar „ist das fast nichts“, finden die chinesischen Betreiber. „Die gegenwärtigen Einnahmen des Transrapids können nicht einmal die Zinszahlungen abdecken, ganz zu schweigen vom Kredit.“ Doch zumindest kommen die laufenden Betriebskosten jetzt rein.

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