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29.05.2007 

Nach dem vorläufigen Baustopp droht dem Herstellerkonsortium von Siemens und Thyssen-Krupp ein Verlust in Millionenhöhe. Die Firmen haben nach Angaben aus deutschen Verhandlungskreisen bereits „erhebliche Vorleistungen“ in das Projekt fließen lassen.

Unternehmenskreise in Deutschland räumten zudem ein, dass ein ebenfalls mögliches Scheitern der Magnetbahnstrecke zwischen Münchener Flughafen und Hauptbahnhof München das Aus für die Technologie bedeuten könnte. Für die geplante Strecke ist die vollständige Finanzierung nach wie vor ungeklärt.

Iran liebäugelt mit Transrapid

Zu einem angeblichen Interesse des Iran an der deutschen Magnetschwebebahn äußerten sich Thyssen und Siemens zurückhaltend. Es habe bisher keine Kontaktaufnahme gegeben, sagte eine Siemens-Sprecherin. „Wir sind in die Planungen nicht eingeschaltet. Wir konzentrieren uns auf die weit vorangeschrittenen Projekte München und Schanghai“, ergänzte Thyssen.

Der Iran prüft einem Zeitungsbericht zufolge den Bau einer 800 Kilometer langen Strecke, um Pilger von der Hauptstadt Teheran nach Maschhad zu bringen. Die Münchener Ingenieurfirma Schlegel sei mit einer Machbarkeitsstudie beauftragt worden, zitierte die „Süddeutsche Zeitung“ deren Geschäftsführer Harald Späth. Die iranische Regierung habe 1,5 Mrd. Dollar als Anschubfinanzierung bereitgestellt. Späth war am Dienstag nicht zu erreichen.

Das Transrapid-Konsortium räumte zwar ein, dass es Kontakt mit dem Ingenieurbüro gegeben habe, von konkreten Planungen sei man aber noch weit entfernt. Siemens verwies darauf, dass es derzeit weltweit etliche Machbarkeitsstudien zum Transrapid gebe, darunter in den USA, Großbritannien und im Golfstaat Katar. Die Projekte seien in unterschiedlichen Phasen, viele zögen sich noch über Jahre hin und führten möglicherweise nie zu einem Auftrag.

Der Transrapid ist derzeit nur in Schanghai im kommerziellen Einsatz. Die Magnetschwebebahn verbindet über 30 Kilometer das chinesische Finanzzentrum mit dem internationalen Flughafen. Die geplante Strecke von München zum Flughafen der bayerischen Landeshauptstadt ist politisch und wirtschaftlich umstritten.

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