Traumschiff-Reederei
Deilmann hofft auf die Politik

Nach der öffentlichen Empörung wegen der geplanten Ausflaggung der "Traumschiffs" MS Deutschland fordert die angeschlagene Reederei Deilmann nun Unterstützung durch die Politik.
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DüsseldorfDie Reederei Deilmann, die mit ihrem Kreuzfahrtschiff MS Deutschland am Mittwoch die deutschen Olympiateilnehmer zurück nach Hamburg gebracht hat, hofft in ihrer schweren wirtschaftlichen Lage auf die Politik. „Wenn die Flagge der MS Deutschland von nationaler Bedeutung sein soll, dann beugen wir uns dem, aber dann muss die Politik in der Tat auch die entsprechenden Rahmenbedingungen schaffen“, sagte Deilmann-Geschäftsführer Konstantin Bissias dem Handelsblatt.

Deilmann wollte den als ZDF-Traumschiff bekannten Kreuzer künftig nicht mehr unter deutscher, sondern der billigeren maltesischen Flagge fahren lassen. In Deutschland sind die Bestimmungen strenger als in den meisten anderen Ländern. Durch das Wegfallen der hohen deutschen Lohnnebenkosten oder weiterer Gebühren wie der GEZ hätte das Unternehmen mindestens 1,5 Millionen Euro einsparen können.

Gegen die Ausflaggungs-Entscheidung hatte es jedoch erhebliche Proteste von Politikern, Besatzung und Fans gegeben. „Jetzt hoffen wir auf die Hilfe derer, die sich bei der geplanten Ausflaggung so vehement zu Wort gemeldet haben“, sagte Bissias dem Handelsblatt.

Gemeint ist vor allem der Staatssekretär im Wirtschaftsministerium und Koordinator der Bundesregierung für maritime Wirtschaft, Hans-Joachim Otto (FDP). Er bestätigte auf Anfrage: „Ich stehe mit der Reederei in Kontakt und möchte mich über deren Probleme informieren. Wir wollen uns gemeinsam mit den betroffenen Verbänden und den zuständigen Ressorts der Bundesregierung ein Bild von der Lage von Kreuzfahrtschiffen machen. Hierzu stehen wir im Austausch und werden Gespräche führen.“

Die MS Deutschland ist das einzige Schiff der Reederei Deilmann. Das Unternehmen hat im vergangenen Jahr eigenen Angaben zufolge einen Verlust von 1,5 Millionen Euro verbucht.

Massimo Bognanni ist Reporter im Handelsblatt Investigativ-Team.
Massimo Bognanni
Handelsblatt / Reporter im Investigativ-Team

Kommentare zu " Traumschiff-Reederei: Deilmann hofft auf die Politik"

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  • Der Otto ist lustig. Welcher Art sind wohl die Probleme? Finanzieller natürlich! Rück die Mücken raus, Jockel! Aurelius hat einen von den Pleite-Twins runtergewirtschafteten Kutter übernommen. Um den Dampfer wieder auf Kurs zu bringen, sind auch unpopuläre Entscheidungen notwendig. Wenn man eine Staatsyacht möchte, muß der Staat auch zahlen!

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