Trend zur Verlagerung nach Osten wird beschleunigt
Opel-Krise treibt die Zulieferer ins Ausland

Bei Opel laufen zwar die Bänder wieder, doch für die Zulieferunternehmen ist das kein Grund zur Entwarnung. „Wir werden auf den Kosten für die Produktionsausfälle sitzen bleiben“, stellt ein Unternehmensvertreter fest, der ungenannt bleiben will.

HB/hof FRANKFURT. Noch gravierender als die kurzfristigen Auswirkungen sind die langfristigen Konsequenzen der Standortdiskussion der deutschen Autobauer: „Der bereits deutliche Trend zu Produktionsverlagerungen nach Osten wird sich noch verstärken“, prognostiziert Patrick Juchemich, Autoanalyst bei Sal. Oppenheim. Um so mehr, wenn Hersteller wie Opel verstärkt auf Fertigung in Osteuropa setzen.

Die direkten Folgen der bisherigen Arbeitsniederlegungen im Bochumer Opel-Werk, die auch zum Stillstand in anderen europäischen GM-Werken führten, sind für die Zulieferer nach Meinung der Analysten der Hypo-Vereinsbank verkraftbar. Doch die Sanierungspläne von GM sind damit noch lange nicht vom Tisch. Sollten sie – in welcher Form auch immer – umgesetzt werden, müssten auch die unmittelbaren Zulieferer reagieren.

„Wenn das am 14. Oktober von Opel veröffentlichte Konzept umgesetzt wird, muss auch unsere Belegschaft in 2005 dementsprechend angepasst werden“, sagte beispielsweise Wolfgang Merkel, Geschäftsführer des Bochumer Werks von Johnson Controls. Das Unternehmen, das die Sitze für den Astra Caravan und den Zafira liefert, musste die Hälfte seiner 700 Mitarbeiter seit Freitag zu Hause lassen. Organisatorisch wäre eine Verlagerung für den Konzern kaum ein Problem: „Wir haben europaweit 90 Standorte, einige davon auch in Osteuropa“, sagte eine Sprecherin. Ähnliches gilt für große Opel-Zulieferer wie Delphi und Hella.

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