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Triebwerk explodiert: Unfall bremst Super-Airbus

Nach dem Brand im Triebwerk eines Super-Airbus A380 der australischen Airline Qantas muss ein Teil der Flotte am Boden bleiben. Für Airbus und Rolls-Royce ist das ein herber Rückschlag, denn nach einem Start mit großen Schwierigkeiten und Verzögerungen hatten sich die Kunden begeistert gezeigt.

Das explodierte Triebwerk des A380 Quelle: dpa
Das explodierte Triebwerk des A380 Quelle: dpa

MÜNCHEN, FRANKFURT. Endlich lief alles super. Ob Lufthansa, Air France, Singapore Airlines oder Emirates, die Kunden zeigten sich begeistert über den mit großen Schwierigkeiten und Verzögerungen gestarteten Super-Airbus A380. Doch nun das: Die australische Airline Qantas musste einen A380 in Singapur notlanden, weil ein Triebwerk in der Luft explodiert war.

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Zwar landete das Flugzeug sicher, niemand wurde verletzt. Doch QF 32 von Singapur nach Sydney ist schon jetzt ein kleiner Gau für Airbus und Rolls-Royce. Qantas stoppte sofort alle A380-Flüge, das waren gestern drei, zwei von Los Angeles, einer von Sydney. Kurze Zeit später kündigte Singapore Airlines an, dass sich die A380-Füge verspäten würden. Grund seien zusätzliche Prüfungen, zu denen Airbus und Rolls Royce geraten hätten.

Airbus schickte am Donnerstag ein Expertenteam nach Singapur, Rolls-Royce versprach ebenfalls rasche Aufklärung. Die betroffene Maschine ist seit zwei Jahren für Quantas im Einsatz und hatte bereits 831 Flüge absolviert. Quantas hatte die Maschine mit dem Trent-900-Triebwerk ausgestattet, einem der größten und modernsten Antriebe in der Zivilluftfahrt, das extra für den Super-Airbus entwickelt wurde. Nur ein einziges dieser vier Riesentriebwerke saugt in einer Sekunde die Menge Luft an, die in einem Einfamilienhaus Platz hat. Sollte ein struktureller Konstruktionsfehler die Ursache für den Zwischenfall sein, kommen auf Airbus und Rolls-Royce ernsthafte Probleme zu.

Die Aktien des Triebwerksherstellers verloren gestern sechs Prozent, der Airbus-Mutterkonzern EADS über vier Prozent. Für EADS ist die A380 ohnehin ein teures Abenteuer. Produktionsprobleme haben den Konzern seit 2006 mehr als fünf Mrd. Euro gekostet.

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