Triebwerksausfall bei A380
Airbus räumt schwere Schäden ein

Immer mehr verdichten sich die Hinweise, dass die Passagiere des Airbus A380, der mit Triebwerksausfall notlanden musste, knapp an einer Katastrophe vorbeigekommen sind. Airbus hat nun eingeräumt, dass die Maschine schwerer beschädigt worden war als bislang bekannt.
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HB MÜNCHEN. Das Nachrichtenmagazin "Focus" zitierte am Samstag aus einem Telex von Airbus-Produktsicherheitschef Yannick Malinge, die Flugsteuerung des doppelstöckigen Jets habe nur noch begrenzt funktioniert. So sei die Steuerbarkeit entlang der Längsachse eingeschränkt gewesen, heiße es in dem Schreiben vom 17. November.

Die Vorflügelkappen hätten geklemmt, und der Bremsblockierschutz der zwei Flügel-Fahrwerke sei ausgefallen. Darüber hinaus hätten die Piloten eines der drei noch funktionstüchtigen Triebwerke nach der Landung auf dem Flughafen Singapur nicht ausschalten können, da beide Kabelverbindungen durchtrennt worden seien.

Auslöser des "Ereignisses" seien "drei verschiedene Hoch-Energie-Fragmente", die die defekte Rolls-Royce-Turbine freigesetzt habe, schrieb Malinge "Focus" zufolge. "Sie verursachten einige Schäden an Strukturen und Systemen. Daher musste die Crew eine dynamische Situation managen."

Nach einer früheren Aussage von Airbus-Chef Tom Enders ist nun offen, ob das Unternehmen die Auslieferungsziele für die A380 im kommenden Jahr halten kann. Ein Sprecher sagte dem Magazin, "erst in einigen Wochen" werde klar sein, wie lange der Hersteller für die Nachrüstung der Motoren benötige.

Kommentare zu " Triebwerksausfall bei A380: Airbus räumt schwere Schäden ein"

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  • Man muß die Gesamtplanung auch unter dem Aspekt sehen, dass Airbus die Konstruktion zu einem großen Teil nicht in Europa durchführen läßt, sondern die Konstruktion in viele bausteine aufteilt, die an Subunternehmer vegeben weden, die dann ihrerseits weiter untervergeben, großteils in billige Länder außerhalb Europas. bei Airbus werden die vielen bauteile zu einem ganzen zusammengesetzt, das aber nicht unbedingt zu einer homogenen Flugzeugkonstruktion paßt. Qualität und Sicherheit werden hier dem betriebswirtschaftlichen Denken geopfert. Das Know-How liegt längst nicht mehr bei Airbus, sondern ist über viele Länder außerhalb Europas verstreut. Die Know-How-Träger bei Airbus und EADS im eigenen Hause sind über die Jahre der bWL zum Opfer gefallen.

  • Wenn Sie in der bahnsicherheit gearbeitet haben wundert sie das nicht.

    Hochsicherheitskritische Systeme werden in Deutschland in diskriminierender Leiharbeit geprüft. Menschen die ganz legal auf Mängel aufmerksam machen und Fehlerberichte schreiben, ganz normaler Prozess, werden terrorisiert und fertiggemacht.

    Wendet euch an die hochgeförderten Elite UNi dr. Titel inhaber und diezugehörigen Schlägertrupp Unternehmen in der industrie. Diese sind dafür verantwortlich und sitzen in den Parteien und in der industrie und klüngeln unter sich die Projekte aus und schaffen diese Arbeitsbedingungen.

    Szenario für die Trauerarbeit:
    Passieren Unfälle, wird auf eine beerdigung gegangen und Trauerarbeit geleistet.

    Stenario Angriff:
    Das aktive Töten wird in Afghanistan praktiziert und wurde legalisiert.
    Das passive Töten und vernichten findet hier in Deutschland statt.

    Weiteres beispiel:
    Merkel ist für Stuttgart21. Ein gemeinschaftliches Projekt der CDU, oettinger sitzt in brüssel.
    Das Leiharbeitsunternehmen bzw. die Mitarbeiter iCS AG sind PRO Stuttgart21.

    Mariana Mayer, seit 6 Jahren aufgrund von zahlreichen Mobbingattacken in der bahnsicherheit arbeitslos. Mein Unternehmen war ein Subunternehmen von Alcatel SEL mit outgesoructer Stammbelegschaft und sind gleichzeitig bei Daimler tätig. Als ich in ein seriöses Unternehmen wechselte wurde daraufhin diese Abteilung zerschlagen und deren Mitarbeiter auf den Tüv Süd und andere verteilt. So wurde Konkurrenz vernichtet weil ich in ein anderes Unternehmen gewechselt war.
    Das Eisenbahnbundesamt unterstützte dieses Vorgehen. EbA Gutachter sind daran beteiligt gewesen.

    Leute die Mobbing und Gewalt unterstützen werden hochbezahlt zu bosch weitervermittelt.
    Die Lohndiskriminierung betrug 60%. ich habe als Dipl. inf fh im 4. Jahr als informatikerin 2400 Euro brutto verdient.
    Das sind die Voraussetzungen um in dieser wirtschaftskriminellen Unternehmen heutzutage arbeiten zu können. Sie wundern sich über technische Unfälle?

    Mich wubndert da garnichts, weil ich habe gesehen was dort abläuft und mache seit 3 Jahren hier im Hb darauf aufmerksam, weil es die einzigste Möglichkeit ist, dies an die Öffentlichkeit zu bringen!

  • Der folgenschwere Ausfall des einen Triebwerkes ist ja schon sehr unangenehm.

    Was mir mehr zu denken gibt, ist die Tastsache der massiven Folgeschäden, (z.b Klappen, Kraftstoffanlage einschl. Trimmung, Feuerlöschanlage, Triebwerkssteuerung, Fahrwerk).

    Das bedeutet ja, dass nicht nur das RR - Triebwerk eventuell Schwächen aufweist, sondern das gesamte technische Konzept dieses Flugzeuges scheint nicht optimal zu sein, um es einmal vorsichtig auszudrücken.

    Daraus ergibt sich die Notwendigkeit der "grossräumigen" Überarbeitung des Konzeptes.

    Das dürfte mit einigen ingenieurstunden, wie sie vielleicht bei der Überarbeitung eines kleinen Triebwerksbestandteiles anfallen könnten, nicht praktikabel sein.

    Es handelt sich hier längst nicht nur um ein Rolls-Royce-Problem, sondern massiv um ein Problem für Airbus.

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