Triebwerksbauer
MTU baut den Gewinn aus

Der Triebwerkshersteller MTU legt nach einem kräftigen Umsatz- und Gewinnplus im zweiten Quartal weiter zu. Der Gewinn liegt 2012 bei 225 Millionen Euro. Mit den Resultaten übertraf MTU die Analystenerwartungen.
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MünchenDer Triebwerkshersteller MTU Aero Engines legt weiter an Schub zu. Nach einem kräftigen Umsatz- und Gewinnplus im zweiten Quartal stockten die Münchner ihre Jahresprognose auf. Der Umsatz werde 2012 bei etwa 3,3 Milliarden Euro liegen, der Gewinn bei 225 Millionen Euro, teilte MTU am Mittwoch mit. Bislang war MTU von Einnahmen von gut drei Milliarden Euro und einem Überschuss von bis zu 220 Millionen Euro ausgegangen.

Der höhere Anteil am Turbinenkonsortium IAE verhilft MTU zu Zuwächsen. Im laufenden Jahr würden so etwa 100 Millionen Euro mehr Umsatz erwirtschaftet, im kommenden 250 Millionen Euro, sagte Finanzchef Reiner Winkler. Das Ergebnis werde dadurch 2013 um grob 20 Millionen Euro aufgestockt. MTU hatte kürzlich seinen Anteil an dem Konsortium, das die Turbinen für den Airbus A320 baut, um fünf Punkte auf 16 Prozent aufgestockt und bezahlt dafür 550 Millionen Euro. Im Triebwerksgeschäft tun sich in der Regel mehrere Anbieter zusammen, um die enormen Entwicklungsrisiken gemeinsam zu schultern.

MTU zeigte sich überrascht, dass sein Wartungsgeschäft mit Militärmaschinen nicht zurückging. Vor allem die Antriebe von Luftwaffen-Transportmaschinen kämen häufiger in die Werkstätten als gedacht. "Es ist offensichtlich doch so, dass bei der Luftwaffe mehr geflogen werden muss als erwartet", sagte Vorstandschef Egon Behle.

Zusätzlich beflügelt durch einen günstigen Dollarwechselkurs stieg so der Umsatz im zweiten Quartal um gut ein Viertel auf 861 Millionen Euro, der bereinigte Gewinn wegen der Kosten für die IAE-Anteile lediglich um knapp vier Prozent auf 52,8 Millionen Euro. Mit den Resultaten übertraf MTU die Analystenerwartungen deutlich.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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