Triebwerksbauer
MTU bekommt neuen Chef

Überraschender Chefwechsel beim Turbinenbauer MTU : Egon Behle wolle seinen Vertrag aus Gründen der "persönlichen Lebensplanung" nicht verlängern, teilten die Münchner mit. Ein Nachfolger steht bereits fest.
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MünchenDer Münchner Triebwerksbauer MTU bekommt einen neuen Chef. Wie der Konzern am Dienstag mitteilte, wird von 2014 an Finanzvorstand Reiner Winkler (51) die Geschicke des Konzerns leiten und damit Egon Behle nachfolgen. Für das Zahlenwerk werde er weiterhin verantwortlich bleiben und zusätzliche Ressorts übernehmen. In den Vorstand rückt im Juli Michael Schreyögg auf, der bislang für die Militärtechnik bei MTU zuständig war. Im Führungsgremium soll er künftig das Produktgeschäft leiten.

Behle steht für eine Verlängerung seines Vertrags nicht zur Verfügung. „Nach sechs Jahren als CEO der MTU Aero Engines möchte ich meinen Vertrag nicht erneut verlängern, sondern mich im Rahmen meiner persönlichen Lebensplanung ab 2014 anderen Aufgaben widmen“, sagte der 57-Jährige laut Mitteilung.

Behle baute das Geschäft des Triebwerksherstellers in den letzten Jahre aus und trimmte sein Haus auf Rendite. Durch neue Turbinenprojekte und höhere Anteile an Entwicklungskonsortien soll der Umsatz bis 2020 auf sechs von zuletzt 3,4 Milliarden Euro steigen. Dass Behle, der im vergangenen Jahr Gesamtbezüge von 2,23 Milliarden Euro erhalten hat, die Früchte seiner Arbeit nicht voll auskosten können wird, war angesichts der langen Geschäftszyklen der Branche klar. Produktlaufzeiten von 20 Jahren und mehr sind in der Luftfahrtindustrie üblich.

Aufsichtsratschef Klaus Eberhardt trauert dem 57-jährigen Behle hinterher: "Der Aufsichtsrat bedauert, dass Egon Behle aus persönlichen Gründen nicht mehr für eine weitere Amtszeit als Vorstandsvorsitzender zur Verfügung steht. Wir müssen seine Entscheidung respektieren", sagte er und lobte Nachfolger Winkler als Manager mit langjähriger Erfahrung, der den Führungskurs fortsetze. An der Börse notierten die im MDax gelisteten MTU-Aktien nahezu unverändert.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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