Triebwerksbauer soll Kern eines „europäischen Champions“ werden - Konkurrenz ist skeptisch
Frankreich bringt Snecma Anfang Juni an die Börse

Frankreich denkt über die Schaffung eines weiteren europäischen „Industrie-Champions“ um einen französischen Kern nach. Die Teilprivatisierung des Triebwerkmotorenherstellers Snecma Anfang Juni soll dazu der Auftakt sein, heißt es in Paris.

cn/mwb/mab PARIS/MÜNCHEN.Die zur Mitarbeit eingeladenen Konkurrenten MTU und Avio stehen dem Projekt jedoch skeptisch gegenüber. Avio hatte erst vor einem Jahr eine Übernahme durch Snecma abgelehnt. Stattdessen kam die Investmentgesellschaft Carlyle zum Zug.

In den vergangenen Wochen verärgerte Frankreich mit seiner aggressiven, an nationalen Interessen orientierten Industriepolitik Deutschland – bei der Pharmafusion von Sanofi-Sythélabo mit Aventis ebenso wie bei der Rettung des angeschlagenen Mischkonzerns Alstom, wo Paris die Siemens AG auf Abstand hielt. Nächste Woche wollen sich Bundeskanzler Gerhard Schröder und Frankreichs Premierminister Jean-Pierre Raffarin in Berlin treffen, um über die Schaffung „europäischer Champions“ in der Unternehmenslandschaft zu beraten.

Das Geschäft mit Motoren für Jumbos, Airbusse und Militärjets sowie mit Raketentriebwerken soll aus französischer Sicht einen neuen Ansatz bieten. Snecma-Chef Jean-Paul Béchat lud kürzlich die Konkurrenten MTU und Avio ein, mit Snecma zu verschmelzen: „Wenn unsere Kollegen bereit sind, sich uns anzuschließen, werden wir sie mit offenen Armen aufnehmen.“

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