Triebwerksprobleme
Airbus will Schadensersatz von Rolls-Royce

Dem Triebwerkhersteller Rolls-Royce droht neuer Ärger. Der Flugzeughersteller Airbus will die Briten jetzt für die „erheblichen Mehrkosten“ der A380-Produktion in die Pflicht nehmen. Wir werden Schadensersatz fordern“, sagte ein Sprecher am gestrigen Donnerstag in Toulouse.
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MÜNCHEN/LONDON. Auf den britischen Industriekonzern Rolls-Royce könnten weitere Kosten wegen der Probleme mit Triebwerken für den Prestigeflieger A380 zukommen. Der Flugzeughersteller Airbus will Rolls-Royce für Lieferverzögerungen und Ausfallzeiten in der Produktion zur Kasse bitten. „Wir werden Schadensersatz fordern“, sagte ein Sprecher am Donnerstag in Toulouse. Airbus müsse „erhebliche Mehrkosten“ bei der Fertigung der Riesenflieger schultern, die allein auf das Konto der Briten gingen.

Airbus will noch in diesem Jahr drei A380 an die australische Fluggesellschaft Qantas ausliefern. Die Maschinen sollen jeweils vier Triebwerke vom Typ Trent 900 erhalten.

Ein solches Triebwerk war Anfang November bei einer Qantas-Maschine explodiert. Rolls-Royce hatte daher Nachbesserungen angekündigt, um zu verhindern, dass sich ein solcher Vorfall wiederholt.

Weltweit sind 80 Triebwerke des Typs Trent 900 im Einsatz. Qantas-Chef Alan Joyce schätzt, dass bei der Hälfte dieser Motoren ein schadhafter Bestandteil ausgetauscht werden muss. Dies sei das Ergebnis von Gesprächen mit Airbus und Rolls-Royce, sagte er.

Rolls-Royce wollte sich dazu nicht äußern. Das Unternehmen hatte aber Ende vergangener Woche angekündigt, demnächst nach und nach alle Trent-900-Triebwerke zu prüfen und die fehleranfällige Komponente auszutauschen, die eine Explosion auslösen kann.

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