Triebwerksproduzent: Auftragsflut für Rolls-Royce

Triebwerksproduzent
Auftragsflut für Rolls-Royce

Ob bei Flugzeugen oder in der Schifffahrt, Triebwerke von Rolls-Royce sind gefragt. Der Gewinn vor Steuern kletterte um 21 Prozent auf 1,16 Milliarden Pfund. Auch der deutsche Standort profitiert.
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Berlin/LondonDer britische Triebwerkshersteller Rolls-Royce will nach einem Rekordjahr seinen wichtigsten deutschen Standort Dahlewitz bei Berlin ausbauen. Derzeit entsteht dort für 13 Millionen Euro ein neues Logistikzentrum. Die Mitarbeiterzahl von derzeit 2.200 solle weiter erhöht werden, sagte Deutschland-Geschäftsführer Michael Haidinger am Donnerstag in Berlin bei Vorlage der Geschäftszahlen 2011. In Dahlewitz werden die Triebwerke der Reihe BR700 entwickelt und montiert, die in Geschäftsreiseflugzeugen zum Einsatz kommen. Die Betriebszentrale in Dahlewitz kümmert sich um die Wartung von 5.000 Triebwerken.

Weltweit erreichte Rolls-Royce 2011 Rekordzahlen bei Umsatz, Betriebsgewinn und Auftragsbestand. Der Umsatz lag bei 11,2 Milliarden Pfund (13,4 Mrd. Euro), das waren vier Prozent mehr als 2010, wie das Unternehmen in London mitteilte. Der Betriebsgewinn vor Steuern stieg um 21 Prozent auf 1,16 Milliarden Pfund.

Der Auftragsbestand erhöhte sich um fünf Prozent auf 62,2 Milliarden Pfund, davon stammen 51,9 Milliarden Pfund aus der zivilen Luftfahrt. Für den neuen Langstrecken-Airbus A350-1000 wird Rolls-Royce beispielsweise eine Variante des Trent-XWB-Triebwerks bauen. Für dieses Jahr erwartet Vorstandschef John Rishton „gesunde Zuwachsraten beim Umsatz und operativen Gewinn“.

Rolls-Royce produziert auch Turbinen für Schiffe und Kraftwerke. Im Geschäft mit Turbinen aller Art sind die Briten weltweit die Nummer zwei hinter dem US-Mischkonzern General Electric.

In Deutschland beschäftigte Rolls-Royce Ende 2011 rund 3.400 Mitarbeiter, 400 mehr als ein Jahr zuvor. Der Jahresumsatz stieg nach Angaben von Deutschland-Geschäftsführer Haidinger um 22 Prozent auf 1,34 Milliarden Euro. Rolls-Royce hat außer in Dahlewitz einen deutschen Produktionsstandort in Oberursel im Taunus, ein Marine-Servicezentrum in Hamburg und gemeinsam mit Lufthansa ein Wartungszentrum in Arnstadt in Thüringen.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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